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Die Greta13. August 2019

„Fridays for future“ ist derzeit bei jedem im Blickpunkt – ob er will oder nicht will.

Ein junges Mädchen erklärt stellvertretend für eine junge Generation den alten, ergrauten und vielleicht auch schon etwas senil wirkenden Führungskräften dieser Welt, dass sie die Welt, die auch für ihre Generation vorgesehen ist, in ihrem Sinn für Geld und Gewinne verkaufen und verbrauchen.

Sie hat recht, diese Greta. Sie hat auch eine Sprache gefunden, die durch dicke Polstertüren und unzählige Vorzimmer von Führungsetagen durch geht. Erstaunlich, mit welchem Einsatz dies passiert.

Wenn ich beim Small-Talk einer europäischen Obst-Großveranstaltung interessanterweise das Thema Nachhaltigkeit anspreche, so kommt sofort „Fridays for future“. Es wird je nach Sichtweise sehr emotional diskutiert.

Die einen führen an, dass keine Berufsschüler bei den Freitagsdemonstrationen dabei sind, da ihnen ihre Arbeitgeber dafür einen Urlaubstag anrechnen. Die anderen bewundern den Mut, dass sich „normale“ Schüler wagen, bei derartigen Demonstrationen dabei zu sein, statt die Schulbank zu drücken.

Diese Schüler nehmen in Kauf, dass in ihrem Zeugnis der eine oder andere unentschuldigte Tag vermerkt sein könnte. Dies könnte aber später auch einmal in einer Referenzliste für ein Bewerbungsgespräch positiv auffallen.

Die älteren Semester unter Ihnen werden sich vielleicht noch an Woodstock erinnern. Es gab dort einen ähnlichen Effekt unter den Künstlern. Bis dahin hatten die Künstler für ihre Auftritte ordentliche Honorare verlangt. Als sie plötzlich mit bekommen haben, dass nur jene Künstler damals zur wirklichen Weltelite zählen, die in Woodstock (oder genauer in Belem) aufgetreten waren, sind sie ohne Einladung angereist und gratis aufgetreten. Dabei sein war alles.

So könnte es auch den heutigen Teilnehmern der „Fridays for future“ - Aktion gehen. Wenn sie später einmal nachweisen können, dass sie in jungen Jahren mit dabei waren, um der etablierten Gesellschaft einen Spiegel vor Augen zu halten und einen gesellschaftlichen Schwenk eingeleitet zu haben.

Sind wir ehrlich: die „Großen und Mächtigen“ der Welt werden nicht mehr im Sinne einer Greta die Welt verändern können.

Jeder einzelne von uns kann mit seinem kleinen Beitrag in Summe zur Weiterentwicklung in die richtige Richtung beitragen. Wir verändern täglich die Welt – mit unseren Möglichkeiten. In Summe ist es dann der gesamte Weg.

Fritz Prem

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