Türkische Zitrusproduktion durch Frost verändert – Mandarinen führten die Exporte in der Saison 2025/26 an
Die neue Saison spiegelt einen Markt wider, der sich an ein ungleichmäßiges Angebot und veränderte Handelsmuster anpasst. Der türkische Zitrussektor startet unter gemischten Bedingungen in die Saison 2025/26, berichtet Fructidor.com.

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Wetterschäden beeinträchtigen einige Kategorien, während die Exportmöglichkeiten für andere weiter bestehen, so Fructidor auf Grundlage des aktuellen GAIN-Berichts des US-Landwirtschaftsministeriums (USDA).
Die Orangenproduktion für die Saison 2025/26 wird auf rund 1,3 Millionen Tonnen geschätzt, ein Rückgang von 15 % gegenüber dem Vorjahr, bedingt durch die weit verbreiteten Frostschäden im Frühjahr 2025. Die Exporte werden voraussichtlich auf etwa 130.000 Tonnen sinken.
Mandarinen sind in dieser Saison die stärkste Zitrusfruchtkategorie. Für die Produktion wird ein Anstieg auf rund 2,19 Millionen Tonnen erwartet, ein Plus von 10 %, da frühe Sorten wie Okitsu und Mihowase weniger stark vom Frost betroffen waren. Die Exporte werden laut Vorhersage auf rund 1 Million Tonnen steigen, ein Anstieg von fast 60 %.
Die Zitronenproduktion wird aufgrund von Frost und Kälteeinbrüchen im März und April 2025 voraussichtlich stark auf rund 1,1 Millionen Tonnen sinken, ein Minus von 35 %. Die Exporte werden nach Prognose auf rund 350.000 Tonnen zurückgehen, infolge von Angebotsengpässen und regulatorischer Unsicherheit zu Beginn des Jahres.
Die Grapefruitproduktion wird auf rund 150.000 Tonnen geschätzt und bleibt damit im Vergleich zu der Vorsaison weitgehend unverändert. Die Exportmengen werden voraussichtlich stabil bei rund 90.000 Tonnen bleiben.
Der Bericht weist auf anhaltende Herausforderungen in dem Zitrussektor hin, darunter die mediterrane Fruchtfliege, mangelhafte Bewirtschaftungsmethoden in den Obstplantagen und begrenzte Kühllagerkapazitäten.
Es wird auch auf die gestiegenen Exportrückweisungen im Jahr 2024 hingewiesen, die auf Pestizidrückstände, insbesondere Chlorpyrifos, zurückzuführen sind, vor allem bei Lieferungen in die EU und nach Großbritannien.
Niedrige Exportpreise pro Einheit – mit rund 468 USD pro Tonne – in Verbindung mit höheren Kosten für die Einhaltung von Vorschriften und logistischen Einschränkungen belasten weiterhin die Gewinnspannen der Exporteure.
Quelle: Fructidor.com
Veröffentlichungsdatum: 28.01.2026

