Spanische Landwirte protestieren eine weitere Woche gegen Kürzungen bei der GAP und das Mercosur-Abkommen
Obwohl das Europäische Parlament das Mercosur-Abkommen ausgesetzt hat, da es gerichtlich überprüft wird, haben sich Spaniens wichtigste Landwirtschaftsorganisationen entschieden, die Proteste fortzusetzen.
Sie sehen weiterhin Gründe, für den Erhalt der ländlichen Gebiete auf die Straße zu gehen, berichtet Hortoinfo.es.
Die Landwirte beginnen die fünfte Woche ihrer Proteste gegen die drohenden Kürzungen der Hilfen im Rahmen der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP), das Mercosur-Abkommen und weitere Probleme.
Trotz der jüngsten Aussetzung des EU-Mercosur-Abkommens durch das Europäische Parlament, das den Fall vor die europäischen Gerichte gebracht hat, haben die wichtigsten spanischen Landwirtschaftsorganisationen beschlossen, die Mobilisierungen fortzusetzen.
Es geht nicht nur um den Widerstand gegen das Mercosur-Abkommen, das die Europäische Kommission ungeachtet des Rückschlags von dem Europäischen Parlament umsetzen kann, sondern sie sorgen sich auch um die Verhandlungen zu der GAP und den nächsten EU-Haushalt, insbesondere nach dem EU-Vorschlag, der eine Kürzung der Beihilfen vorsieht, zusätzlich zu den eigenen Schwierigkeiten des Sektors.
ASAJA, COAG und UPA haben zu einem „Super-Donnerstag“ (am 29. Januar) mit Demonstrationen in mindestens 25 Provinzen des Landes aufgerufen, darunter ganz Andalusien – zusammen mit den Agrar- und Lebensmittelgenossenschaften von Spanien – Kastilien und León sowie die Kanarischen Inseln und Städte wie Toledo, Murcia, Valencia, Alicante, Logroño, Vitoria und Bilbao.
Die Landwirte mobilisierten sich den ganzen Januar über landesweit und einige Delegationen reisten nach Straßburg, um Einfluss auf den Gesetzgebungsprozess zu nehmen und das Inkrafttreten des Mercosur-Abkommens zu verhindern.
Nun wollen sie den Druck aufrechterhalten, während der EU-Haushalt für 2028-2034 verhandelt wird und die GAP Gefahr läuft, an Mitteln zu verlieren und durch andere Maßnahmen verwässert zu werden, entgegen der Position der spanischen Regierung.
Am vergangenen Mittwoch traf sich Landwirtschaftsminister Luis Planas mit Vertretern von ASAJA, COAG, UPA und dem Gewerkschaftsbund. Mit ihnen vereinbarte er, eine GAP mit ausreichender Finanzierung zu fordern.
Quelle: Hortoinfo.es
Veröffentlichungsdatum: 28.01.2026

