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Rückläufige Studienanfängerzahlen im Gartenbau verdeutlichen Handlungsbedarf

20. Juli 2026

Die aktuellen Zahlen der Bundesregierung zu den Studienanfängern im Fach Gartenbau unterstreichen den dringenden Handlungsbedarf zur langfristigen Sicherung der Gartenbauwissenschaften in Deutschland. 


Foto © ZVG

Aus der Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen geht hervor, dass die Zahl der Studienanfängerinnen und Studienanfänger im Studienbereich Gartenbau im Wintersemester 2024/2025 auf 279 gesunken ist. 

Im Wintersemester 2004/2005 waren es noch 429 – ein Rückgang von rund 35 Prozent.

Für den Zentralverband Gartenbau (ZVG) bestätigen die Zahlen eine Entwicklung, die seit Jahren zu beobachten ist und weit über die Hochschulen hinaus Auswirkungen auf die gesamte Branche hat.

„Forschung, Innovation und Wissenstransfer sind entscheidende Voraussetzungen, um die vielfältigen Herausforderungen des Gartenbaus erfolgreich zu bewältigen – von Ressourceneffizienz und Pflanzenschutz bis hin zur Digitalisierung.“ 

„Gerade mit Blick auf die Folgen des Klimawandels kommt ihnen eine Schlüsselrolle zu“, betont ZVG-Präsidentin Eva Kähler-Theuerkauf. 

„Wie dringend innovative Lösungen benötigt werden, haben die Hitze, Trockenheit und Starkregenereignisse der vergangenen Tage erneut deutlich gemacht.“

Gemeinsam mit dem Bund deutscher Baumschulen (BdB), dem Bundesverband der Studierenden/Hochschulabsolventinnen und Absolventen/Ingenieurinnen und Ingenieure des Hochschulstudiums der Fachrichtungen Gartenbau und Landschaftsarchitektur (BHGL) sowie der Deutschen Gartenbauwissenschaftlichen Gesellschaft (DGG) setzt sich der ZVG deshalb seit Langem und insbesondere seit zweieinhalb Jahren intensiv für den Erhalt und die Stärkung der Gartenbauwissenschaften in Deutschland ein. 

Ein zentraler Baustein ist das im „Maßnahmenpaket Zukunft Gartenbau“ formulierte Ziel, die Gartenbauwissenschaften über eine Bund-Länder-Förderung nach Artikel 91b des Grundgesetzes langfristig abzusichern. Dieses Anliegen findet sich zudem im Koalitionsvertrag wieder und muss nun konsequent umgesetzt werden.

„Die Zukunft des Gartenbaus entscheidet sich nicht allein auf den Betrieben, sondern auch in Hörsälen, Laboren und Versuchseinrichtungen. Jetzt ist die Politik gefordert, die zugesagte Unterstützung für die Gartenbauwissenschaften endlich verbindlich auf den Weg zu bringen“, erklärt Kähler-Theuerkauf abschließend.

Veröffentlichungsdatum: 20.07.2026

Schlagwörter

ZVG, Rückläufige Studienanfängerzahlen, Gartenbau, Handlungsbedarf