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Mit 72,5 Mio. Euro höchster Umsatz der Unternehmensgeschichte Generalversammlung der Reichenau-Gemüse eG: Vorstand informiert über Entwicklungen und stellt Zukunftsstrategie vor

20. Juli 2026

Die Reichenau-Gemüse eG hat ihre Mitglieder im Rahmen der Generalversammlung umfassend über die wirtschaftliche Entwicklung des Geschäftsjahres 2025 sowie über die aktuellen Herausforderungen und die zukünftige Ausrichtung der Genossenschaft informiert. 


Foto © Reichenau-Gemüse eG

Im Mittelpunkt standen neben dem Jahresabschluss insbesondere die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen des deutschen Gemüsemarktes, die langfristige Wettbewerbsfähigkeit des regionalen Gemüsebaus sowie die aktuellen Entwicklungen rund um die Gärtnersiedlung Singen-Beuren.

Trotz eines weiterhin schwierigen Marktumfeldes entwickelte sich der Firmenverbund der drei Genossenschaften auf der Gemüseinsel im Geschäftsjahr 2025 insgesamt erfreulich. 

Mit einem Gesamtumsatz von 72,5 Millionen Euro wurde der höchste Umsatz der Unternehmensgeschichte erzielt. 

Gleichzeitig stiegen die Erzeugerauszahlungen in der Reichenau-Gemüse eG auf rund 34,6 Millionen Euro und erreichten damit den höchsten Wert der vergangenen zehn Jahre. 

Diese Entwicklung zeigt, dass sich die konsequente Ausrichtung auf hochwertige Produkte, langfristige Kundenbeziehungen und eine professionelle Vermarktung weiterhin auszahlt.

Positiv entwickelte sich insbesondere der Bio-Bereich. Mittlerweile entfallen 58 Prozent des Umsatzes und 47 Prozent der vermarkteten Mengen auf Bio-Produkte. 

Darüber hinaus konnten sich zahlreiche Unterglaskulturen erfolgreich behaupten. 

Während sich die Gurkenpreise auf einem guten Niveau stabilisierten, entwickelten sich auch Tomaten, Paprika und Auberginen insgesamt erfreulich. 

Gleichzeitig wurde das Sortiment konsequent weiterentwickelt und der Anteil hochwertiger Spezialitäten sowie der Bio-Süßkartoffel als wichtigem Zukunftsprodukt weiter ausgebaut.


Foto © Achim Mende 

Ein weiterer Schwerpunkt des Vorstandsberichts war die nachhaltige Entwicklung der Genossenschaft. 

Mit der Inbetriebnahme weiterer Photovoltaikanlagen, der Auszeichnung mit der Eco Vadis-Silbermedaille, dem Ausbau des digitalen Nachhaltigkeitsmanagements sowie zahlreichen Investitionen in moderne Verpackungslösungen und Digitalisierung wurden wichtige Zukunftsprojekte erfolgreich umgesetzt. 

Gleichzeitig bestätigte eine gemeinsam mit dem Fraunhofer-Institut durchgeführte Zukunftsanalyse die grundsätzliche Leistungsfähigkeit der genossenschaftlichen Beregnungsinfrastruktur auf der Insel Reichenau und lieferte wichtige Grundlagen für zukünftige Investitionen. 

Ein besonderer Schwerpunkt der Generalversammlung war die aktuelle Entwicklung rund um die Gärtnersiedlung in Singen-Beuren. 

Vorstand und Aufsichtsrat informierten die Mitglieder ausführlich über die ausgesprochenen Kündigungen mehrerer Betriebe sowie über die daraus resultierenden wirtschaftlichen, vertraglichen und rechtlichen Fragestellungen.

Geschäftsführer Johannes Bliestle betonte, dass Vorstand und Aufsichtsrat die unternehmerischen Entscheidungen der betroffenen Betriebe respektierten, gleichzeitig jedoch Verantwortung für die gesamte Genossenschaft, ihre Mitglieder, ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie die gemeinsam geschaffene Infrastruktur tragen.

Die Gärtnersiedlung Singen-Beuren ist das Ergebnis einer langfristigen Zukunftsstrategie der gesamten Genossenschaft. 

Über viele Jahre sind gemeinsam mit den Mitgliedsbetrieben moderne Produktionsstandorte entwickelt, Grundstücke gesichert, umfangreiche Infrastruktur geschaffen, langfristige Kundenbeziehungen aufgebaut und erhebliche Investitionen in Vermarktung, Wasserinfrastruktur und Logistik umgesetzt worden. 

Die Genossenschaft hat damit wesentliche Voraussetzungen geschaffen, um die Wettbewerbsfähigkeit ihrer Mitgliedsbetriebe nachhaltig zu stärken.

Unmittelbar nach Bekanntwerden der Kündigungen hat die Genossenschaft ihre wichtigsten Handelspartner informiert und Gespräche mit Kunden, Behörden sowie weiteren Beteiligten aufgenommen. 

Parallel dazu werden sämtliche wirtschaftlichen, vertraglichen und rechtlichen Auswirkungen sorgfältig geprüft. 

Gleichzeitig liefen bereits intensive Gespräche zur Sicherung der zukünftigen Versorgung der Kunden.

„Unsere wichtigsten Handelspartner haben uns deutlich signalisiert, dass sie auch künftig auf die Marke Reichenau-Gemüse eG als verlässlichen Partner setzen. Vertrauen, Qualität und Versorgungssicherheit bleiben die Grundlage unserer Zusammenarbeit“, erklärte Geschäftsführer Johannes Bliestle. 

Im Rahmen der Generalversammlung stellte der Vorstand außerdem zwei bereits vor den aktuellen Entwicklungen gestartete Zukunftsprojekte vor.

Mit eine Prozessoptimierungsprojekt, sowie einem Effizienzprogramm sollen die internen Abläufe weiter verbessert, Prozesse digitalisiert, Kosten gesenkt und die Wettbewerbsfähigkeit der Genossenschaft nachhaltig gestärkt werden. 

Beide Projekte sind Teil einer langfristigen Unternehmensstrategie und ausdrücklich keine kurzfristige Reaktion auf die aktuellen Entwicklungen.

Abschließend machte der Vorstand deutlich, dass die Reichenau-Gemüse eG auch künftig konsequent auf Qualität, Nachhaltigkeit, Innovation und langfristige Partnerschaften setzen wird.

„Unsere Genossenschaft blickt auf 70 Jahre erfolgreicher Zusammenarbeit zurück. Sie verfügt über engagierte Mitglieder, leistungsfähige Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, moderne Infrastruktur, starke Kundenbeziehungen und eine etablierte und auch bei den Verbrauchern bekannten Marke.“ 

„Auf dieser Grundlage werden wir die bevorstehenden Herausforderungen verantwortungsvoll und mit Zuversicht gestalten.“ Mit dieser Aussage schloss der Geschäftsführer Johannes Bliestle vor vollbesetztem Haus seine Ausführungen. 

Die Generalversammlung beschloss darüber hinaus den Jahresabschluss 2025, fasste die vorgesehenen Beschlüsse zur Ergebnisverwendung, sowie zu den Satzungsänderungen und sprach Vorstand und Aufsichtsrat das Vertrauen für ihre Arbeit aus.

 

 

Veröffentlichungsdatum: 20.07.2026

Schlagwörter

Generalversammlung, Reichenau-Gemüse, Umzats, Schwerpunkt, Kündigungen, Gärtnersiedlung, Singen-Beuren