Anhaltende Regenfälle könnten Moldawiens Süßkirschenernte nach Frostschäden weiter schmälern
In Moldawien könnten die anhaltenden Regenfälle, die Ende Mai und Anfang Juni verzeichnet wurden, die ohnehin schon schwierige Süßkirschsaison weiter erschweren.
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Übermäßige Nässe könnte sich negativ sowohl auf die Qualität als auch die Marktfähigkeit früher Kirschsorten auswirken, während der Sektor noch dabei ist, die Folgen der Frühjahrsfröste für spätere, exportorientierte Sorten abzuschätzen, so berichtet EastFruit unter Berufung auf Logos Press.
Die Situation gestaltet sich umso schwieriger, als der moldauische Süßkirschensektor bereits zu einem früheren Zeitpunkt in der Saison erhebliche Schäden erlitten hatte.
Laut früheren Berichten des Verbands Moldova Fruct haben Frühjahrsfröste die Plantagen später Sorten ausländischer Züchtung, darunter Kordia, Regina und Ferrovia, schwer in Mitleidenschaft gezogen. Diese Sorten bilden traditionell den Kern des moldauischen Exportpotenzials.
Vorläufige Schätzungen von Experten und Expertinnen deuten darauf hin, dass die Ertragsverluste in den mit späten Sorten bepflanzten Plantagen 40 bis 70 % erreichen könnten. Vor diesem Hintergrund entwickelt sich anhaltender Regen zu einem weiteren Risikofaktor für die laufende Saison, insbesondere für jene Erzeuger/innen, die gehofft hatten, einen Teil ihrer Verluste durch den Inlandsabsatz früher Kirschsorten ausgleichen zu können.
In einem durchschnittlichen Produktionsjahr erntet Moldau rund 15.000 bis 20.000 Tonnen Süßkirschen. Die Gesamtanbaufläche für Süßkirschen in dem Land wird auf 5.300 bis 5.500 Hektar geschätzt.
Im vergangenen Jahr exportierte Moldau rund 8.000 Tonnen Süßkirschen, was ungefähr 2.000 Tonnen weniger als in der vorangegangenen Saison sind. Angesichts der aktuellen wetterbedingten Herausforderungen könnten die Exportmengen im Jahr 2026 weiter unter Druck geraten, während sich der Wettbewerb um qualitativ hochwertige Früchte verschärfen könnte.
Für die Erzeuger/innen zeichnet sich die Saison 2026 als eine der kompliziertesten der letzten Jahre ab: Frostschäden haben bereits das Potenzial der erstklassigen Exportsorten geschmälert, während anhaltende Regenfälle nun die Qualität und Rentabilität der frühen Ernte für den heimischen Markt bedrohen.
Quelle: EastFruit.com
Veröffentlichungsdatum: 03.06.2026

