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Nach Waldbrand am Saurüsselkopf StMELF: Kaniber setzt auf schnelle Wiederbewaldung mit Drohnentechnik und Pflanzmaßnahmen

04. November 2026

Der Waldbrand am Saurüsselkopf bei Ruhpolding zerstörte als einer der schwersten und größten Waldbrände Bayerns rund 80 Hektar Schutzwald. Bayerns Forstministerin Michaela Kaniber hat die Wiederbewaldung mit Einsatz modernster Drohnentechnik gestartet. 

"Wir haben am Saurüsselkopf ein neues Sanierungsgebiet mit höchster Priorität ausgewiesen und setzen alles daran, die wertvollen Schutzfunktionen des Waldes so schnell wie möglich wiederherzustellen", betonte Kaniber. Besonders wichtig sei der betroffene Wald für die Region als natürlicher Wasserspeicher und für den Schutz des Trinkwassers.


Bayerns Forstministerin Michaela Kaniber zusammen mit Sebastian Rössert (Fachstelle Schutzwaldmanagement AELF Rosenheim, 1.v.l.), Sebastian Klinghardt (Betriebsleiter BaySF Forstbetrieb Ruhpolding, 2.v.l), Ludwig Böddecker (zweiter Bürgermeister Gemeinde Ruhpolding, 3.v.l), Andreas Danzer (Landrat Traunstein, 5.v.l), Andreas Meister (Vertrieb und Marketing Firma Skyseed, 6.v.l), sowie Sophia Vater (Fachstelle Schutzwaldmanagement AELF Rosenheim, 7.v.l). Auf dem Bild ist auch die spezielle Drohne zur Aussaat zu sehen. (Foto © StMELF / Pia Regnet)

Aufgrund des extrem steilen Geländes kommt bei der Wiederbewaldung auch eine spezielle Drohne zum Einsatz. Sie bringt insgesamt 126 Kilogramm einer eigens zusammengestellten Saatgutmischung aus. 

Diese enthält Samen von schnell wachsenden krautigen Pflanzen wie Waldweidenröschen und Himbeere sowie von sogenannten Pionierbaumarten wie Birke, Lärche oder Vogelbeere. 

"Die Drohnensaat ist eine entscheidende Maßnahme, um den wertvollen Humusboden im steilen Gelände bestmöglich zu erhalten. Denn wenn dieser bei Starkregen weggespült wird, bleibt nur der blanke Fels zurück. Ein Wald kann dort dann nicht mehr wachsen", erklärte die Ministerin. 

Die Fachstelle für Schutzwaldsanierung der Bayerischen Forstverwaltung plant die Sofortmaßnahmen und setzt diese gemeinsam mit dem Forstbetrieb Ruhpolding um. Ergänzend zur Drohnensaat werden rund 12.000 Bäumchen in den vom Tal aus zugänglichen Bereichen des Saurüsselkopfes gepflanzt. 

Die Arbeiten sind aufgrund der steilen Hänge äußerst anspruchsvoll und erfordern unter anderem die Neuanlage und Instandsetzung von Steigen. 

"Mein großer Dank gilt allen, die während des Waldbrandes und jetzt bei der Wiederbewaldung mit großem Einsatz um jeden Quadratmeter Wald kämpfen", so die Ministerin.

Die Gesamtkosten der Maßnahmen belaufen sich auf knapp 300.000 Euro. Darin enthalten sind auch die Mittel für ein begleitendes Forschungsprojekt, das den Erfolg der Aussaat und die Humusentwicklung auf den Brandflächen untersucht. 

Die gewonnenen Erkenntnisse sollen wichtige Informationen liefern, um die Wiederbewaldung geschädigter Schutzwaldflächen künftig noch gezielter zu gestalten.


Quelle: StMELF

 

Veröffentlichungsdatum: 04.11.2026

Schlagwörter

StMELF, Kaniber, Wiederbewaldung, Waldbrand, Drohnentechnik, Pflanzmaßnahmen