Spanien: Stille Lebensmittelkrise – Obst- und Gemüsekonsum sinkt um 14%
Der Kaufkraftverlust erklärt den Rückgang bei dem Kauf von Frischobst und -gemüse in dem letzten Jahrzehnt, insbesondere bei Menschen mit geringem Einkommen, berichtet RevistaMercados.com.
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Der tägliche Obst- und Gemüsekonsum von Personen über 16 Jahren ist in den letzten Jahren stetig gesunken und die Daten der von dem Nationalen Statistikinstitut (INE) veröffentlichten Erhebung zu den Lebensbedingungen bestätigen diesen Trend.
Während 2017 noch 77,2 % der Bevölkerung täglich Obst und 64,7 % Gemüse konsumierten, sind diese Zahlen heute auf je 63,2 % und 47,7 % gesunken.
Die Regierung warnte bereits 2024 vor diesem negativen Trend und führte ihn auf ein Zusammenwirken mehrerer Faktoren zurück: steigende Preise, höhere Inflation infolge des Ukraine-Krieges, wachsende Besorgnis über Lebensmittelverschwendung, die Haushalte dazu veranlasst hat, ihre Einkaufsmengen anzupassen, und die Vielzahl an Fertiggerichten, deren Konsum aufgrund von Zeitmangel und mangelnder Kochbereitschaft zugenommen hat.
Der Rückgang des Konsums trifft bedürftige Haushalte stärker.
Der Verzehr von frischem Obst und Gemüse gilt als gesund, doch nicht alle Haushalte haben gleichermaßen Zugang zu qualitativ hochwertigen Produkten.
Daten zeigen, dass der Konsum in den letzten Jahren zwar zurückgegangen ist, die durchschnittlichen Ausgaben jedoch gestiegen sind – ein Phänomen, das sich durch die steigenden Warenkosten erklären lässt.
Der Kaufkraftverlust trifft vor allem die bedürftigsten Haushalte.
Quelle: RevistaMercados.com
Veröffentlichungsdatum: 07.04.2026
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