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Spanien: „Der Schlüssel liegt nicht darin, mehr Tomatensorten anzubieten, sondern darin, Sorten zu entwickeln, die Mehrwert schaffen“

31. August 2026

Das spanische Tomatensegment hat in den letzten zehn Jahren eine tiefgreifende Transformation durchlaufen. UNICA bekräftigt sein Engagement für Spezialitäten als Mittel zur Wertschöpfung, zur Reduzierung des Wettbewerbs, der ausschließlich auf den Preis ausgerichtet ist, und zur Reaktion auf eine Verbraucherschicht, die mehr Geschmack, Nachhaltigkeit und Vielfalt fordert, berichtet RevistaMercados.com


Bildquelle: Pixabay

„Die Differenzierung hat sich gewandelt: Der Markt verschiebt sich vom Fokus auf traditionelle Sorten hin zu Spezialitäten“, erklärt Isidoro Carricondo, technischer Geschäftsführer von UNICA.

Die Einführung von Kirschtomaten, rosa Tomaten in verschiedenen Größen und farblichen Variationen hat die Regalflächen erweitert und ermöglicht eine bessere Befriedigung der Wünsche nach Geschmack, Qualität und Vielfalt. 

Für Carricondo hängt der kommerzielle Erfolg heute nicht mehr nur von der Produktionsmenge ab: „Es geht darum, Produkte anzubieten, die spezifische Marktsegmente bedienen und Kundenloyalität aufbauen.“ 

Zudem ist die Spezialisierung zu einem strategischen Faktor geworden, um die Wettbewerbsfähigkeit spanischer Tomaten angesichts des Wachstums anderer Anbauregionen zu sichern. 

Bei Unternehmen mit hohen Produktionsvolumina wie UNICA ermöglicht ein breites Produktportfolio eine bessere Anpassung an die Distributionsbedürfnisse und verringert die Anfälligkeit gegenüber preissensiblen Segmenten. 

„In einem Markt mit starker internationaler Konkurrenz ist Differenzierung eines der wichtigsten Instrumente, um die Marktführerschaft spanischer Tomaten zu sichern“, betont der technische Direktor. 

Spezialitäten machen bereits einen bedeutenden Anteil am Angebot der Genossenschaft aus und gewinnen in jeder Saison weiter an Bedeutung. 

Zu den Sorten, mit denen UNICA arbeitet, gehören grüne und schwarze Kirschtomaten, Wabi-Sabi-Tomaten, Cocktailtomaten, sowie San-Marzano-Tomaten – neben weiteren Varianten, die das Verbraucherlebnis verbessern sollen.

„Die Entwicklung dieser Sorten erhöht den Mehrwert im Vergleich zu Standardprodukten“, erklärt er. 

Sobald eine Spezialität etabliert ist, steigt die Kundenloyalität, was den Druck mindert, ausschließlich über den Preis zu konkurrieren, und sogar den Verkauf konventioneller Sorten ankurbelt. 

Der zunehmende Zustrom neuer Sorten und die Vielzahl an Samenunternehmen haben die Innovationsmöglichkeiten vervielfacht. Nicht alle Vorschläge schaffen es jedoch, sich am Markt durchzusetzen. 

„Der Schlüssel liegt nicht darin, mehr Sorten anzubieten, sondern Sorten zu entwickeln, die Mehrwert schaffen und Kundenloyalität fördern“, betont Carricondo. 

Die Auswahl müsse auf einem echten Marktbedarf basieren, da eine zu breite Angebotspalette Verwirrung stiften und die Kontinuität der Produktlinien erschweren könnte.


Quelle: RevistaMercados.com 

 

Veröffentlichungsdatum: 31.08.2026

Schlagwörter

Spanien, Tomatensorten, Mehrwert