Polen: Kohlpreise auf Tiefststand trotz geringer Ernteerwartungen
Trotz einer historisch niedrigen Ernte haben polnische Erzeuger/innen weiterhin mit extrem niedrigen Preisen zu kämpfen. Der Großhandelspreis für Kohl als Sackware (Marktqualität) in Polen ist seit drei Wochen praktisch unverändert geblieben, wie der Ungarische Fachverband Obst und Gemüse (FruitVeB.hu) berichtet.

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Der aktuelle Preis liegt zwischen 0,70 und 1,00 PLN/kg, dies ist für die polnischen Erzeuger/innen kein gutes Zeichen, insbesondere angesichts der für dieses Jahr erwarteten schlechten Ernte.
Nach Angaben des polnischen Statistikamtes (GUS) könnte die polnische Kohlernte 2026 ein historisches Tief erreichen: Schätzungen gehen von einer Menge aus, das 11-12 % unter der von 2025 und fast 7 % unter der von 2024 liegt, einem Jahr, in dem die Ernte ebenfalls schlecht ausgefallen war. Verschärft wird die Situation dadurch, dass die polnische Kohlproduktion im Vergleich zu dem Niveau vor zehn Jahren um mehr als 47 % zurückgehen wird.
Die einstige marktbeherrschende Stellung des Landes als Produzent ist praktisch zusammengebrochen.
Trotz alledem bleiben die Preise extrem niedrig. Der diesjährige Durchschnittspreis liegt nur 0,05 PLN über dem Niveau von 2025 (+6 %), aber 0,45 PLN/kg unter dem Preisniveau von vor zwei Jahren, ein Rückgang von fast 35 %.
Es ist denkbar, dass sich die Lage nach der Ernte der wichtigsten Herbstsorten ändert, wenn das Ausmaß des nationalen Ernteausfalls deutlicher wird.
Vorerst schwanken die Marktpreise jedoch weiterhin weit unterhalb eines realistischen Preisniveaus.
Quelle: FruitVeB.hu
Veröffentlichungsdatum: 17.09.2026
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