Niederlande: Lauchpreise steigen aufgrund von Trockenheit
Wegen der anhaltenden Trockenheit ist eine ständige Bewässerung erforderlich, wodurch die Produktionskosten im Vergleich zu den Vorjahren erheblich gestiegen sind.

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Der Preisanstieg auf dem niederländischen Lauchmarkt Mitte Juli hat für die Erzeuger eine etwas günstigere Situation geschaffen. Die Landwirte halten ein Preisniveau zwischen 0,80 und 1,00 EUR/kg für akzeptabel, sind sich jedoch bewusst, dass eine kontinuierliche Bewässerung für den Erhalt der Kulturen notwendig ist.
Dies verursacht erhebliche Mehrkosten, zudem können die Erzeuger aufgrund von Wassereinschränkungen weniger Wasser ausbringen, was wiederum die Erträge schmälert, wie der Ungarische Fachverband Obst und Gemüse (FruitVeB) berichtet.
Die aktuelle Marktlage ist eindeutig von der anhaltenden Dürre geprägt. Auch andere europäische Länder kämpfen mit ähnlichen Problemen, in einigen Regionen stellt die Hitze ein größeres Problem dar. Aus Frankreich beispielsweise werden besonders knappe Bestände gemeldet, was zu einem Anstieg der Preise auf dem freien Markt führt.
Der Anstieg der Tagespreise ist durchaus nachvollziehbar, da die Kosten für die Erzeuger im Vergleich zu den Vorjahren erheblich gestiegen sind. Arbeitskräfte, Diesel und Bewässerung sind teurer geworden.
In den Niederlanden müssen Landwirte, die Wasser aus Brunnen zur Bewässerung nutzen, ihren Verbrauch über einen eigenen Zähler erfassen und der Wasserbehörde melden.
Aufgrund der Dürre eingeführte strengere Vorschriften haben die Wassermengen begrenzt, die zuvor frei genutzt werden konnten.
In der neuen Saison lagen die Preise für Lauch im Supermarkt bislang über 0,60 EUR pro Stück, während sie im Vorjahr bei etwa 0,50 EUR oder knapp darüber lagen. Die Einzelhandelspreise folgen somit dem Anstieg der Erzeugerpreise, die Auswirkungen des schwächeren Vorjahres scheinen auf dem Verbrauchermarkt nicht mehr spürbar zu sein.
Die Liquiditätssituation der Betriebe ist jedoch noch nicht vollständig geklärt, da Kostensteigerungen und Wassereinschränkungen langfristig eine ernsthafte Belastung darstellen.
Quelle: FruitVeB.hu
Veröffentlichungsdatum: 22.07.2026

