Marokko verdoppelt Paprikaexporte nach Norwegen und stärkt seine Position in Nordeuropa
Marokko hat seine Paprikaexporte nach Norwegen in der Saison 2025/26 massiv ausgeweitet, die Menge hat sich mehr als verdoppelt und steuert auf einen neuen Rekord zu, so berichtet EastFruit.
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Zwischen Oktober 2025 und April 2026 importierte Norwegen 620 Tonnen marokkanische Paprikas im Wert von über 3 Millionen USD. Dies entspricht dem 2,3-Fachen der Menge des gleichen Zeitraums der Vorsaison und übersteigt 86 % der Gesamtimporte der Saison 2024/25.
Der norwegische Paprikamarkt ist stark von Importen abhängig, die jährlichen Einfuhren erreichten 2024/25 rund 21.800 Tonnen. Die Niederlande und Spanien dominieren das Angebot und decken gemeinsam mehr als 87 % der Importe ab. Marokko konnte jedoch gegenüber anderen sekundären Lieferanten wie der Türkei, Griechenland und Polen an Boden gewinnen.
Der Erfolg in dieser Saison ist auf gleichbleibende Qualität, wettbewerbsfähige Preise und zuverlässige Logistik zurückzuführen. Dies ermöglichte es dem Land, Marktanteile zu gewinnen, die Spanien aufgrund klimatischer und wirtschaftlicher Belastungen eingebüßt hatte.
Der Anstieg spiegelt zudem einen strukturellen Wandel in der Exportstrategie Marokkos wider.
Marokkanische Exporteure umgehen europäische Vertriebszentren zugunsten von Direktlieferungen nach Nordeuropa.
Der starke Anstieg der Direktexporte nach Norwegen gleicht einer ähnlichen Entwicklung in Finnland, wo Marokko kürzlich die Tomatenlieferungen verdoppelt hat.
Quelle: EastFruit.com
Veröffentlichungsdatum: 17.06.2026

