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Kritik an möglichem Verkauf palästinensischer Obst- und Gemüseerzeugnisse in Spanien unter israelischer Herkunftsbezeichnung

27. August 2026

Im Jahr 2025 importierte Spanien 43.825 Tonnen Kartoffeln im Wert von 26,6 Millionen EUR und 2.900 Tonnen Datteln für 17 Millionen EUR aus Israel. Jetzt gibt es jedoch Bedenken hinsichtlich der Herkunftsbezeichnung dieser Produkte, berichtet RevistaMercados.com


Bildquelle: Pixabay

Der Verbraucherverband CECU und die Organisation COAG haben bei der Generaldirektion für Verbraucherangelegenheiten des Ministeriums für soziale Rechte, Verbraucherangelegenheiten und Agenda 2030 Beschwerde eingereicht. 

Sie fordern eine Untersuchung bezüglich des möglichen Imports und der Vermarktung von Agrarprodukten in Spanien, die aus „illegal besetzten palästinensischen Gebieten“ stammen, aber so gekennzeichnet sind, als kämen sie aus Israel. 

Die Beschwerde stützt sich auf Beweise aus dem Bericht „Importing the Occupation“ (Import der Besatzung), den die Rechtsberatungsstelle Global Echo nach vierjähriger Untersuchung erstellt hat, sowie auf eine aktuelle journalistische Recherche der Zeitung Público. 

Diese deuten auf einen möglichen Import von Obst und Gemüse aus „illegalen israelischen Siedlungen in besetzten palästinensischen Gebieten“ auf den europäischen und spanischen Markt hin, „ohne dass ihre tatsächliche Herkunft auf der Kennzeichnung ausgewiesen ist“. 

Dies hätte ihren Verkauf in großen spanischen Supermärkten ermöglicht. 

Obst, Gemüse und Saatgut machten 81 % der gesamten spanischen Importe aus Israel aus. Für die Organisationen CECU und COAG macht dieser Umfang der Handelsmenge die Gewährleistung der Rückverfolgbarkeit von Lebensmitteln sowie eine Kennzeichnung, die die Herkunft der Produkte korrekt ausweist, umso wichtiger. 

Die Beschwerde fordert zudem eine Untersuchung dahingehend, ob diese Importe gegen das Königliche Gesetzesdekret 10/2025 verstoßen, welches die Einfuhr von Produkten aus von Israel besetzten Gebieten in Palästina nach Spanien untersagt, sowie ob möglicherweise phytosanitäre oder Bio-Zertifikate verwendet wurden, die den vorliegenden Erkenntnissen zufolge nicht den europäischen Vorschriften entsprechen könnten.


Quelle: RevistaMercados.com

 

Veröffentlichungsdatum: 27.08.2026

Schlagwörter

Kritik, Verkauf, Obst- und Gemüseerzeugnisse, Spanien, Israelische, Herkunftsbezeichnung