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Griechenland: Stabile Inlandnachfrage, aber unsichere Exporte auf dem Apfelmarkt

16. April 2026

Der Konflikt im Nahen Osten stellt Exporteure vor große Herausforderungen. Laut Nikos Ntovas, Direktor der Landwirtschaftlichen Genossenschaft Zagora, die unter der Marke Zagorin vertreibt, blieb die Nachfrage nach griechischen Äpfeln im Absatzzeitraum Herbst-Frühjahr ausgeglichen, wie der ungarische Fachverband Obst und Gemüse (FruitVeB) berichtet.


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Obwohl die Kriegsereignisse im Nahen Osten in den letzten Wochen bereits spürbare Störungen auf den internationalen Märkten verursacht haben, ist die aktuelle Situation laut Ntovas noch beherrschbar. 

Ein länger andauernder Konflikt könnte jedoch schwerwiegendere Folgen für den Sektor haben.
 
Ntovas weist darauf hin, dass die griechische Regierung bereits Maßnahmen angekündigt hat, um den durch den Krieg verursachten Marktdruck zu verringern. 

Erfahrungsgemäß wirken sich Kraftstoffpreise oft als Auslöser für Marktveränderungen aus und die Situation ist bei Äpfeln besonders heikel, da der Nahe Osten einen erheblichen Teil der europäischen Ernte aufnimmt. 

Sollte die Unsicherheit in der Region andauern, könnte dies negative Auswirkungen auf Lagerbestände und Verbrauch haben. 

Bislang verläuft die Verkaufssaison 2025/26, geopolitische Spannungen einmal beiseite gelassen, relativ reibungslos und auch die Lagerbestände in Zagora sinken in einem angemessenen Tempo. 

Die Inlandsnachfrage ist aktuell stabil und der Rest der Saison wird primär vom Tourismus bestimmt. 

Allerdings könnten geopolitische Risiken in der Region weiterhin zu Abwärtstrends führen und ein unberechenbares Umfeld für die Erzeuger schaffen.


Quelle: FruitVeb.hu

 

Veröffentlichungsdatum: 16.04.2026

Schlagwörter

Griechenland, Inlandnachfrage, unsichere, Exporte, Apfelmarkt