Flandern: Asiatische Hornisse trotz verdreifachtem Budget zur Bekämpfung invasiver exotischer Arten weiter auf Vormarsch
Die Zeiten, in denen der Fund einer Asiatischen Hornisse Schlagzeilen machte, sind längst vorbei. 2025 wurden Vespa-Watch dreimal so viele Hornissennester gemeldet wie in dem Jahr zuvor, berichtet Vilt.be.
Flandern verdreifachte sein Budget zur Bekämpfung invasiver exotischer Arten und nichtheimischer Pflanzen von 1 Million EUR 2020 auf 3 Millionen EUR 2024.
Dank eines Bürgerwissenschafts-Projekts wurden in diesem Frühjahr in Flandern fast 16.000 Asiatische Hornissenköniginnen gefangen, doch der Kampf ist weiterhin aussichtslos.
Die erhöhten Budgets zur Bekämpfung invasiver gebietsfremder Arten sind mit Zahlen des flämischen Umweltministers, Jo Brouns (von der Partei CD&V), zu belegen. Laut der Agentur für Natur und Wälder (ANB) hat die Natur in Europa mit rund 11.000 Eindringlingen zu kämpfen.
Exotische Arten kosten Europa 391 Milliarden EUR
787.000 EUR wurden für Japanischen Staudenknöterich ausgegeben, 558.000 EUR für Asiatische Hornissen und 357.817 EUR für Tigermücken. Diese höheren Budgets hängen auch mit europäischen Verpflichtungen zusammen. Und diese Verpflichtungen bestehen aus gutem Grund.
In ganz Europa überstiegen die durch exotische Arten verursachten Schäden 2019 einen Wert von 391 Milliarden EUR. Das ist das Vierfache der Kosten aus dem Jahr 1970 und laut UN-Forschern ist dies sogar eine Unterschätzung der tatsächlichen Kosten.
Invasive gebietsfremde Arten spielen laut Forschern der Zwischenstaatlichen Plattform für Biodiversität und Ökosystemdienstleistungen (IPBES) eine Rolle bei etwa 60 % des Aussterbens von Pflanzen- und Tierarten. In 16 % der Fälle waren invasive gebietsfremde Arten die alleinige Ursache für das Aussterben von Arten.
Durch menschliche Aktivitäten wurden bereits mehr als 37.000 exotische Arten an neuen Standorten eingeführt. Dies ist eine „konservative Schätzung“ und die Zahl wächst rasant. Davon sind 3.500 invasiv, das heißt, sie verursachen Probleme.
Quelle: Vilt.be
Veröffentlichungsdatum: 19.08.2025