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Europa: Überangebot auf dem Nektarinenmarkt

05. August 2026

Die Nektarinenpreise auf den südeuropäischen Großmärkten sanken bis Ende Juli deutlich, ein reichliches Angebot traf auf eine nachlassende Nachfrage, was die Preise drückte, während die Erzeuger gleichzeitig mit steigenden Kosten konfrontiert waren.


Bildquelle: Pixabay

In Italien setzte sich der Abwärtstrend auf dem Nektarinenmarkt in der letzten Juliwoche fort, sowohl bei gelb- als auch bei weißfleischigen Sorten, berichtet der ungarische Fachverband Obst und Gemüse (FruitVeB).

Der Rückgang auf den Großmärkten wurde durch die hohe Menge auf dem Markt und den saisonalen Nachfragerückgang zu Beginn der Ferienzeit verursacht. 

In der Region Piemont begann die Ernte aufgrund anhaltend hoher Temperaturen etwa zwei Wochen früher als üblich, was zu einer Überschneidung verschiedener Sorten und einem kurzzeitigen Überangebot führte.

In Spanien, einem der führenden Nektarinenexporteure Europas, sorgte günstiges Wetter für hohe Erträge, allerdings beschleunigte die Hitze den Reifeprozess, was den Verkaufsdruck erhöhte. 

Da spanische Erzeuger bei dem Export nach Mittel- und Osteuropa in direkter Konkurrenz zu ihren italienischen Kollegen stehen, sorgt das reichliche Angebot aus beiden Ländern europaweit für Preisdruck.

Neben dem für Italien typischen Abwärtstrend bei den Preisen berichten die Erzeuger von erheblichen Kostensteigerungen: Energie, Arbeitskräfte und Bewässerung sind teurer geworden, was die Rentabilität der Produktion verschlechtert und die Verkaufsstrategien für die kommende Saison beeinflusst.

Auch in Osteuropa, einschließlich der Ukraine, nimmt der Nektarinenhandel Fahrt auf. Das Angebot wächst stetig, was den Wettbewerb auf den Importmärkten verschärft.


Quelle: FruitVeB.hu

 

Veröffentlichungsdatum: 05.08.2026

Schlagwörter

EU, Überangebot, Nektarinenmarkt