Copa-Cogeca: Extreme Sommerhitzewellen dieses Jahr treffen Landwirtschaft hart
Die EU-Erzeuger/innen sehen sich mit zunehmenden Verlusten konfrontiert, mehrere Mitgliedstaaten melden erhebliche Ernteausfälle. Erzeuger/innen aus den von der diesjährigen Hitzewelle betroffenen Ländern nahmen, vertreten durch Copa und Cogeca, an einem Treffen teil, das von dem EU-Agrarkommissar, Christophe Hansen, und Martin Heydon, Landwirtschaftsminister unter der irischen Präsidentschaft, organisiert wurde.

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Ziel des Treffens war es, die Lage im Vorfeld einer anstehenden Zusammenkunft der EU-Agrarminister in Dublin zu bewerten, wie der Ungarische Fachverband Obst und Gemüse (FruitVeB.hu) mitteilt.
Die Teilnehmer berichteten, dass sich die Produktionsbedingungen in vielen Teilen Europas aufgrund des extremen Sommerwetters verschlechtert hätten.
Die schwersten Schäden traten in Süd-, Mittel- und Westeuropa auf, insbesondere in Slowenien, Österreich, Frankreich und Italien.
Auch aus Spanien, Ungarn, Deutschland, Kroatien, Tschechien, Irland und Rumänien wurden erhebliche Verluste gemeldet.

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Im Ackerbau waren Getreide, Mais und Ölsaaten am stärksten betroffen. Auch Kartoffeln, Zuckerrüben und Gemüse litten, vor allem dort, wo keine oder keine ausreichende Bewässerung zur Verfügung stand.

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Obstplantagen, Weinberge und Olivenhaine litten unter Hitzestress, Sonnenbrand, Fruchtfall und verringerter Fruchtgröße, vor allem in Kroatien, Italien, Slowenien und Spanien.
In Kroatien könnten die Obst- und Traubenerträge rund 30 % unter dem Durchschnitt liegen, während mehr als 90 % der Olivenhaine ohne Bewässerung bewirtschaftet werden.
Erschwerend kommt hinzu, dass die Düngemittel- und Energiekosten bereits gestiegen sind, die Entwicklungen bei Produktion, Lebensmittelversorgung und Inflation könnten sich somit über die Sommerernte hinaus auswirken.
Die nationalen und regionalen Reaktionen stützten sich bisher vor allem auf staatliche Beihilfen, Versicherungssysteme, Maßnahmen des Wassermanagements und den Ausbau der Bewässerung.
Nach Ansicht von Copa und Cogeca reichen diese Maßnahmen angesichts des geografischen Ausmaßes der Schäden nicht aus.
Die Verbände fordern sofortige Liquiditätshilfen, eine flexiblere Nutzung der Instrumente der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP), eine stärkere Koordinierung auf EU-Ebene sowie Investitionen in widerstandsfähige Sorten, Wassermanagement, Bewässerungsinfrastruktur und Risikomanagementsysteme.
Mittelfristig halten sie eine Überprüfung der Nitratrichtlinie, eine Aussetzung des CO2-Grenzausgleichsmechanismus (CBAM) sowie ein „Omnibus-Paket“ für Lebens- und Futtermittel für notwendig, das den Zugang zu wirksamen Pflanzenschutzmitteln sicherstellt.
Mit Blick auf die langfristige Entwicklung warnen Copa und Cogeca davor, dass extreme Wetterereignisse die europäische Landwirtschaft künftig häufiger und in mehr Jahreszeiten beeinträchtigen werden.
Die künftige Gemeinsame Agrarpolitik (GAP) und der Europäische Wettbewerbsfonds sollten daher eine Schlüsselrolle bei der Unterstützung von Investitionen in Anpassungsmaßnahmen, Innovationen sowie Wasser- und Risikomanagement spielen.
Laut den beiden Organisationen erfordert die Stärkung der Widerstandsfähigkeit der EU-Landwirtschaft sowohl eine sofortige europäische Reaktion als auch einen langfristigen strategischen Ansatz.
Quelle: FruitVeB.hu
Veröffentlichungsdatum: 15.09.2026

