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Agrarpreise sinken weiter und Kosten steigen: Gewinnspannen in Landwirtschaft geraten erneut unter Druck

15. September 2026

Die Preise, die europäische Landwirte und Landwirtinnen für ihre Erzeugnisse erzielen, sinken das dritte Quartal in Folge. 
Bildquelle: Pixabay

Gleichzeitig steigen die Kosten für Energie, Düngemittel und andere Betriebsmittel wieder an. Dies geht aus neuen Zahlen von Eurostat, dem Amt für Statistik der EU, hervor. 

Diese Kombination setzt die Gewinnspannen und die Einkommenssituation der landwirtschaftlichen Betriebe weiter unter Druck, wie das Flämische Infozentrum für Landwirtschaft und Gartenbau (VILT - Vilt.be) berichtet.

Die europäische Landwirtschaft steckt erneut in einer unangenehmen Preisschere. Im zweiten Quartal 2026 fielen die Preise für Agrarerzeugnisse in der EU im Durchschnitt um 5,8 % gegenüber dem Vorjahr. 

Es ist bereits das dritte Quartal in Folge, in dem die Landwirte weniger für ihre Produkte erhalten.

Zudem beschleunigt sich der Rückgang. Während die Preise im vierten Quartal 2025 noch 1,7 % unter dem Vorjahresniveau lagen, betrug der Rückgang im ersten Quartal 2026 bereits 2,9 %. 

Im zweiten Quartal stieg dieser Wert auf satte 5,8 %. Das sind schlechte Nachrichten für die Landwirte und Landwirtinnen. 

Denn während die Erlöse unter Druck stehen, entwickeln sich die Produktionskosten erneut in die entgegengesetzte Richtung.

Verkaufspreise sinken, Kosten steigen

Der Durchschnittspreis für landwirtschaftliche Betriebsmittel stieg im zweiten Quartal um 4,7 %. 
Unter Betriebsmitteln versteht Eurostat Güter und Dienstleistungen, die während der landwirtschaftlichen Produktion verbraucht werden und keine Investitionen darstellen. 

Beispiele hierfür sind Energie, Kraftstoffe und Düngemittel. 

Diese Kombination ist für landwirtschaftliche Betriebe wenig beruhigend: geringere Einnahmen pro Produkt bei gleichzeitig höheren Produktionskosten. 

Nach einer Phase relativer Preisstabilität im Jahr 2025 und im ersten Quartal 2026 ziehen die Preise für Betriebsmittel nun wieder deutlich an.

Die Preise für Energie und Schmierstoffe stiegen um 22 %. Auch Düngemittel und Bodenverbesserungsmittel verteuerten sich erheblich: um 13,4 %. 


Quelle: Vilt.be

 

Veröffentlichungsdatum: 15.09.2026

Schlagwörter

Agrarpreise, Kosten, Gewinnspannen, Landwirtschaft