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BLE: Neue Ausgabe „LandInForm“ - Landschaft gemeinsam gestalten

01. September 2026

Landschaft entsteht im Zusammenspiel vieler Akteure – von den Planungsbehörden und Kommunen über die Land- und Forstwirtschaft bis hin zu den Menschen vor Ort. 

Für eine erfolgreiche Landschaftsentwicklung bedarf es Dialoge, Kooperationsbereitschaft und Zusammenarbeit, in der Wissen aus Forschung und Praxis zusammenkommt und Lösungen gemeinsam entwickelt werden. 


Foto © BLE

Die neue Ausgabe der Zeitschrift „LandInForm“ der „Deutschen Vernetzungsstelle Ländliche Räume – für die Gemeinsame Agrarpolitik der EU“ (DVS) zeigt anhand von Beispielen, wie sich möglichst viele regionale Akteure an der Landschaftsgestaltung vor Ort beteiligen können.

Im Einführungsbeitrag „Landschaft regional gestalten – durch wen, womit?“ gibt das Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) einen Überblick, welche Rahmenbedingungen auf die Landschaft einwirken. 

Prof. Olaf Kühne aus dem Forschungsbereich Geografie der Universität Tübingen erläutert in einem Interview, wie Menschen Landschaftsveränderungen wahrnehmen.

Touristisches Potenzial einer Landschaft gemeinsam entwickeln

Wie Akteure aus Landschaftspflege, Landwirtschaft, Tourismus und LEADER zusammenarbeiten, um das Potenzial einer Landschaft zu entfalten, zeigt der thüringische Landkreis Altenburger Land: Neben Kooperationsprojekten wie Artenschutz-Scheunen oder einem Mehrgenerationengarten wurde mithilfe einer LEADER-Förderung ein Konzept für Wanderwege erarbeitet. 

Ziel ist es, regionale Themen mit regionalen Produzenten und Naturschutzprojekten zu verbinden. Ein Vorbild kann der Safran sein: Sein Anbau hat im Altenburger Land Tradition und im Oktober blüht es lila auf den Feldern. 

Durch darauf zugeschnittene regionale touristische Angebote wie Führungen, Verkostungen, Kochevents und Ausstellungen hat sich die Tourismussaison verlängert.

Klimaresiliente Landschaft gemeinsam organisieren

Im Projekt „Klimalandschaft Wolfenbüttel“ haben der niedersächsische Landkreis Wolfenbüttel und der Projektträger „Farm-Food-Climate – Klimalandschaften“ anhand eigens generierter Daten identifiziert, wo es in der Landschaft Anpassungsbedarf gibt, um etwa Erosion oder Überhitzung zu vermeiden. 

Nun sollen vor allem Agroforst-Bereiche dazu dienen, die Landschaft entsprechend zu strukturieren. Dafür bietet das Projekt Landwirten kostenlose Beratung an und fördert die Anlage von Agroforstsystemen. 

Zudem sollen sich möglichst viele Menschen in der Region beteiligen, um das Thema Klimaanpassung auch bei anderen Akteuren zu verankern.

In der aktuellen Ausgabe der DVS-Zeitschrift geht es außerdem um Biotopverbundbotschafter und -botschafterinnen in Baden-Württemberg, um Reallabore in Hessen und Brandenburg, in denen Ideen für neue Agrar- und Ernährungssysteme entwickelt und getestet werden, um die Zukunftsregion Moor und um alternative Nutzungsmöglichkeiten von Weinbauflächen.

Hintergrund

Die „Deutsche Vernetzungsstelle Ländliche Räume – für die Gemeinsame Agrarpolitik der EU“ (DVS) ist in der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) angesiedelt. 

Ihre Aufgaben sind Wissenstransfer und Unterstützung: Die DVS vernetzt Menschen, die auf dem Land leben, arbeiten oder sich für die ländliche Entwicklung einsetzen. 

In ihren Medien informiert die DVS über Neuigkeiten und Wissenswertes, bei Veranstaltungen vertieft sie einzelne Themen. Finanziert wird die DVS aus Mitteln der Europäischen Union.

Weitere Informationen.
 

Quelle: BLE

Veröffentlichungsdatum: 01.09.2026

Schlagwörter

BLE, neue, Ausgabe, „LandInForm“