Agrarprodukte und Lebensmittel: EU erzielt auch im Januar einen Handelsüberschuss
Die Europäische Union hat im Januar 2026 Agrarprodukte und Lebensmittel im Wert von 17,5 Milliarden Euro exportiert. Das entspricht einem Rückgang von 9% gegenüber dem Vormonat und von 8% gegenüber dem Vorjahresmonat, wie die EU-Kommission in ihrem aktuellen Bericht "Monitoring EU agri-foodtrad" laut MBI mitteilte.

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Am stärksten hätten sich die Exporte in die wichtigsten EU-Handelspartnerländer reduziert, die USA und das Vereinigte Königreich. Sowohl die Exportmengen als auch die Preise seien insbesondere bei Kakaomasse, -butter und -pulver, aber auch bei Fruchtzubereitungen gesunken.
Die größten Zuwächse bei den Exporten verzeichneten demnach Getreide (plus 45 Mio. Euro bzw. 6%) aufgrund höherer Mengen sowie Obst und Nüsse (plus 31 Mio. Euro bzw. 5%), hauptsächlich aufgrund gestiegener Exporte von Äpfeln und Birnen.
Zugleich importierte die EU im Januar 2026 Agrar- und Lebensmittelprodukte im Wert von 14,4 Mrd. Euro, was einem Rückgang von 7% gegenüber dem Vormonat und von 11% gegenüber dem Vorjahresmonat entspricht.
Das sei hauptsächlich auf geringere Einfuhrmengen (minus 36%) und Preise (minus 17%) für Kakaobohnen zurückzuführen (vor allem aus der Côte d’Ivoire).
Die Einfuhren in der Kategorie Kaffee, Tee, Kakao und Gewürze gingen den weiteren Angaben nach im Vergleich zum Vorjahresmonat am stärksten zurück, und zwar um 654 Mio. Euro (minus 19%).
Zudem führte die EU weniger Getreide aus der Ukraine und weniger Sojabohnen aus den USA ein. Der größte Anstieg bei den Importen sei indes aus Brasilien zu verzeichnen, insbesondere bei Sojabohnen und Kaffee.
Der Handelsüberschuss der EU im Agrar- und Lebensmittelsektor belief sich im Januar auf 3,2 Mrd. Euro und lag damit um 4% über dem Wert vom Januar 2025.
Gegenüber dem Vormonat Dezember ergebe sich ein Minus von 17%. Dieser laut EU-Kommission "solide" Handelsüberschussunterstreiche die starke Position der Staatengemeinschaft auf den Weltmärkten.
Quelel: AIZ.info, MBI
Veröffentlichungsdatum: 16.04.2026
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