Blue Whale schließt Rekordsaison mit 384 Millionen Euro Umsatz ab
Blue Whale schließt die Saison 2025/2026 mit 313.476 vermarkteten Tonnen und einem Umsatz von 384,1 Millionen Euro ab - gegenüber 356 Millionen Euro im Vorjahr. Der französische Marktführer im Apfelsegment nutzt diese Dynamik nun für die strategische Weiterentwicklung des Unternehmens: Blue Whale wird zu einem Unternehmen mit gesellschaftlichem Auftrag und verstärkt seine Investitionen in die Erneuerung der Obstplantagen und in neue Sorten.
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Foto © Blue Whale
Wie Bruno Bertheloz, Geschäftsführer von Blue Whale, erklärt: „Diese Saison ist stark, aber Wachstum allein ist nicht das Ziel. Die entscheidende Frage bleibt: Wie können wir herausragende Ergebnisse in nachhaltigen Wert umwandeln – vom Obstgarten bis zum Verbraucher?“
„Genau hier setzt unsere Strategie an: Wir investieren in unsere Obstplantagen, erneuern unser Sortenportfolio, treiben Innovationen voran und entwickeln Märkte mit entsprechender Wertschöpfung.“

Höhere Mengen, höhere Exporte
Für Blue Whale beginnt die Leistung im Obstgarten. Die Ernte 2025/2026 übertraf die Prognosen, allerdings fiel die Fruchtgröße geringer aus und ein größerer Anteil der Ernte wurde der Verarbeitung zugeführt.
Erträge, Packquoten und der Preisdruck belasteten die Erlöse pro Hektar – eine Erinnerung daran, dass Volumen allein nicht ausreicht, denn Apfel ist nicht gleich Apfel.
Auch die Exporte zeigen ein differenziertes Bild. Der Umsatz mit Exporten in Fernmärkte stieg um 45 %, angetrieben von den Märkten im Nahen Osten, in Indien und den Golfstaaten – trotz erheblicher Beeinträchtigungen infolge der Krise rund um die Straße von Hormus.
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Foto © Blue Whale
*„Die Krise hat deutlich gemacht, wie fragil globale Lieferketten sind“, erklärt Marc Peyre, Export Sales Director bei Blue Whale. Er erläutert, dass das Team schnell reagierte, auf sein Netzwerk zurückgriff und die Lieferungen ohne Kursänderung aufrechterhielt.
Diese Widerstandsfähigkeit spiegelt die Struktur des Unternehmens wider: Blue Whale vermarktet inzwischen zwei Drittel seiner Mengen im Ausland und ist in mehr als 70 Ländern vertreten. Diese breite internationale Aufstellung bietet Schutz, wenn einzelne Märkte unter Druck geraten.
Blue Whale wird ein Unternehmen mit gesellschaftlichem Auftrag
Seit Juli hat die französische Erzeugerorganisation Blue Whale ihren Unternehmenszweck offiziell in ihre Satzung aufgenommen und ist damit zu einem „Unternehmen mit gesellschaftlichem Auftrag“ (Entreprise à Mission) geworden.
Dies stellt einen weiteren wichtigen Meilenstein in der Entwicklung der Gruppe dar und gibt einer Verpflichtung, die seit 75 Jahren im Mittelpunkt ihrer Identität steht, einen formalen Rahmen.
Blue Whale wurde 1950 in der Nähe von Montauban gegründet und zählt heute zu den führenden französischen Erzeugerorganisationen für Obst.
Im Mittelpunkt der Geschäftstätigkeit stehen Äpfel, ergänzt durch Birnen, Kiwis, Pflaumen und Tafeltrauben.
Heute vereint die Gruppe 260 Erzeuger in den wichtigsten französischen Obstanbauregionen, darunter Tarn-et-Garonne, das führende französische Departement im Apfelanbau.
Als Pionier im Export französischen Obstes hat Blue Whale eine starke internationale Präsenz aufgebaut: Ein Drittel der Produktion wird in Frankreich vermarktet, ein weiteres Drittel in Europa und das verbleibende Drittel in der übrigen Welt.
Diese internationale Ausrichtung folgt einer klaren Ambition: das langfristige Fortbestehen des Know-hows im Obstbau zu sichern und Verbraucher weltweit wieder stärker für Obst zu begeistern.
Auf unserem genossenschaftlichen Fundament aufbauen
Die Umwandlung in ein Unternehmen mit gesellschaftlichem Auftrag ist ein natürlicher Schritt in der Geschichte von Blue Whale und spiegelt die genossenschaftliche DNA wider, die die Gruppe seit ihrer Gründung prägt.
Der Blick auf die Welt und in die Zukunft gehört seit jeher zur Identität von Blue Whale. Der neue rechtliche Rahmen ändert nichts an der eingeschlagenen Richtung; vielmehr gibt er Verpflichtungen, die bereits tief in der Organisation verankert sind, einen formalen Rahmen und stärkt sie zugleich.
Er unterstreicht zudem, was Blue Whale einzigartig macht: Wir sind nicht einfach ein kommerzieller Akteur im Apfelmarkt, sondern ein Zusammenschluss von Erzeugern mit umfassendem Know-how entlang der gesamten Wertschöpfungskette – vom Obstgarten bis zum Verbraucher.
Vier zentrale Ambitionen für die Zukunft
„Unsere Mission basiert auf vier zentralen Ambitionen.“
Die Zukunft unserer Erzeuger und des ländlichen Raums sichern
Die langfristige wirtschaftliche Nachhaltigkeit unserer Erzeuger stärken und gleichzeitig zur Vitalität der Gemeinden und Regionen beitragen, in denen sie tätig sind.
In Menschen und Fachkompetenz investieren
Unsere Mitarbeiter, Kompetenzen und unser Know-how weiterentwickeln, um eine starke und widerstandsfähige Zukunft für den Obstsektor mitzugestalten.
Gesunde Ernährung attraktiver machen
Obst von herausragender Qualität fördern und zu einer gesünderen und zugleich attraktiveren Ernährung der Verbraucher beitragen.
Den Wandel im Obstsektor vorantreiben
Gemeinsame Innovation, Kooperation und langfristige Wertschöpfung nutzen, um die nachhaltige Transformation unseres Sektors voranzutreiben.
Ein rechtlicher Rahmen für ein Engagement, das über das Geschäft hinausgeht
Der Status als „Unternehmen mit gesellschaftlichem Auftrag“ bietet Unternehmen einen formalen Rahmen, die ihren Unternehmenszweck sowie ihre sozialen und ökologischen Ziele neben ihren wirtschaftlichen Zielen ins Zentrum ihrer Unternehmensführung stellen.
Für Blue Whale ist dies vor allem eine Möglichkeit, einem Engagement, das seit 75 Jahren Teil unserer Geschichte ist, einen klaren und dauerhaften Rahmen zu geben.
2026/2027: Eine Saison im Blick
Der Blick nach vorn fällt differenzierter aus. Erste Schätzungen für die Saison 2026/2027 deuten darauf hin, dass die Erträge pro Hektar voraussichtlich unter dem Vorjahresniveau liegen werden.
Auch die Fruchtgrößen dürften durch die Hitzewelle im Juni und Juli beeinträchtigt worden sein.
In dieser Saison könnten sich Angebot und Nachfrage stärker ausgleichen, da mit einem Rückgang der europäischen Mengen gerechnet wird.

„Die Frage der Wertschöpfung bleibt jedoch bestehen: Die Saison startet unter dem Druck bestehender Lagerbestände, größerer Mengen an Obst geringerer Qualität und einer Nachfrage, die weiterhin stimuliert werden muss.“
Weitere Informationen.
Veröffentlichungsdatum: 16.09.2026

