Beim Treffen des Regierungspräsidenten Carsten Gabbert Reichenau-Gemüse: Fokus auf wirtschaftliche Rahmenbedingungen der Gemüseproduktion
Thementag Landwirtschaft führt Politik, Verwaltung und Berufsstand nach Mühlingen und auf die Gemüseinsel Reichenau. Im Rahmen eines Thementags Landwirtschaft besucht der Regierungspräsident Carsten Gabbert gemeinsam mit Vertretern des Regierungspräsidiums Freiburg, der Landespolitik, des Landwirtschaftsamtes und des Badischen Landwirtschaftlichen Hauptverbandes (BLHV) den regionalen Gemüsebau in Mühlingen und auf der Insel Reichenau. Zu den Teilnehmern gehört auch MdL Christoph Stetter (CDU).

(v.l.n.r.): Bernhard Bolkart - BLHV-Präsident, Andreas Deyer - BLHV, Regierungspräsident Carsten Gabbert, Johannes Bliestle – Geschäftsführer Reichenau-Gemüse, Christian Müller – stellv. Geschäftsführer Reichenau-Gemüse. (Foto © BLHV)
Erste Station ist die Bio-Gärtnersiedlung in Mühlingen. Dort gibt Benjamin Wagner, Gemüseerzeuger und Aufsichtsratsmitglied der Reichenau-Gemüse eG, Einblick in die Praxis des ökologischen Gemüsebaus.
Der Standort ist Teil der über die Region verteilten Erzeugerstruktur der Genossenschaft und bietet – wie auch andere Standorte – grundsätzlich Möglichkeiten zur weiteren Entwicklung.
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Luftbild Insel Reichenau. (Foto © Reichenau-Gemüse eG / Achim Mende)
Anschließend führt der Besuch auf die Insel Reichenau. Geschäftsführer Johannes Bliestle stellt die Reichenau-Gemüse eG und ihre Vermarktungsstrukturen vor.
Bei einer Besichtigung der Betriebs- und Vermarktungshalle erhalten die Gäste zudem Einblick in die Abläufe von der Warenanlieferung und Qualitätssicherung bis hin zu Logistik und Vermarktung.
„Für uns ist es besonders wertvoll, dass sich der Regierungspräsident gemeinsam mit Vertretern aus Politik, Verwaltung und Berufsstand die Situation unmittelbar vor Ort anschaut.
Die Herausforderungen des Gemüsebaus lassen sich am besten dort vermitteln, wo erzeugt und vermarktet wird. Gleichzeitig können wir zeigen, welche Leistungsfähigkeit hinter dem regionalen Gemüsebau steht“, erklärt Bliestle.
Wirtschaftliche Rahmenbedingungen der heimischen Gemüseproduktion im Mittelpunkt
Im gemeinsamen Austausch stehen insbesondere die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen der heimischen Gemüseproduktion im Mittelpunkt.
Kostenentwicklung, internationaler Wettbewerbsdruck, Bürokratie und steigende regulatorische Anforderungen stellen Erzeuger und Vermarktung vor große Herausforderungen.
Thematisiert wird auch die aktuelle Entwicklung in der Gärtnersiedlung Singen-Beuren, deren dortige Erzeugerbetriebe ihre Mitgliedschaft in der Reichenau-Gemüse eG gekündigt haben.
Die damit verbundenen Veränderungen werden Auswirkungen auf die künftige Struktur der Genossenschaft haben.
Die Reichenau-Gemüse eG überprüft vor diesem Hintergrund ihre strategische Ausrichtung und bewertet verschiedene Perspektiven für ihre weitere Entwicklung.

„Veränderungen und neue Herausforderungen gehören zu unserer inzwischen 70-jährigen Geschichte. Entscheidend ist für uns, Entwicklungen zu erkennen, anzunehmen, verantwortungsvoll zu bewerten und die Zukunft unserer Erzeugung und Vermarktung aktiv zu gestalten“, so Johannes Bliestle geschäftsführender Vorstand der Genossenschaften.
Veröffentlichungsdatum: 13.08.2026
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