Litschis aus Madagaskar – ein wichtiges Exportprodukt
Die ursprünglich aus China stammende Litschi wird heute in mehr als 20 Ländern weltweit kommerziell angebaut. Für Madagaskar ist der Litschi-Sektor von großer sozioökonomischer Bedeutung und zählt zu den wichtigsten Exportgütern des Landes.
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Jedes Jahr exportiert die Insel rund 20.000 Tonnen der Frucht, die fast vollständig nach Europa gelangen.
Dies bringt Deviseneinnahmen von knapp 30 Millionen EUR ein. Der Sektor beschäftigt direkt oder indirekt mehr als 100.000 Menschen: Erzeuger und Erntehelfer, Transportunternehmen sowie Arbeitskräfte in Verpackungsbetrieben.
Fünftgrößter Produzent der Welt
Madagaskar ist der weltweit fünftgrößte Litschi-Produzent und der drittgrößte Exporteur. Zudem ist das Land der führende Produzent auf der Südhalbkugel mit einer jährlichen Ernte von rund 100.000 Tonnen.
Auch für Europa ist Madagaskar der wichtigste Lieferant: Jeden November werden fast 20.000 Tonnen schwefelbehandelte Litschis per Schiff exportiert.
Weltmarkt
Die führenden Erzeugerländer sind China (2,5 Millionen Tonnen im Jahr 2020 auf einer Gesamtanbaufläche von 533.000 Hektar), gefolgt von Indien (721.000 Tonnen im Jahr 2019 auf 96.000 Hektar) sowie Vietnam, Taiwan und Madagaskar.
In geringerem Umfang bauen auch Thailand, Südafrika sowie die Inseln Réunion und Mauritius Litschis an.
Auf den europäischen Markt entfallen rund 20.000 Tonnen.
Zu den wichtigsten Importländern zählt Deutschland mit einem Anteil von knapp 31,1 % an der Gesamtmenge, gefolgt von Frankreich (29,78 %), Italien (14,85 %), den Niederlanden (5,05 %) sowie Großbritannien und Irland (zusammen 3,69 %).
Da der europäische Markt inzwischen gesättigt ist, erschließen madagassische Litschi-Exporteure seit einigen Jahren neue Märkte, etwa in den Vereinigten Arabischen Emiraten, in Russland und in den USA.
Quelle: Fructidor.com
Veröffentlichungsdatum: 03.08.2026

