Europatat begrüßt Annahme der Verordnung neue genomische Techniken
Europatat begrüßt die Annahme der Verordnung über neue genomische Techniken (NGT), da sie „einen bedeutenden Meilenstein für die europäische Landwirtschaft, Pflanzenzüchtung und Lebensmittelproduktion darstellt“.
Mit der Annahme der Verordnung finden mehrjährige wissenschaftliche Bewertungen, politische Debatten und Gesetzgebungsverhandlungen zwischen dem Europäischen Parlament, dem Rat und der Europäischen Kommission ihren Abschluss.
Bildquelle: Creative Commons Wikimedia
„Der neue Rechtsrahmen schafft ein spezifisches Zulassungsverfahren für NGT-Pflanzen und sorgt für mehr Klarheit hinsichtlich ihrer Entwicklung, Zulassung und Vermarktung in der EU.“
„Europatat begrüßt die Bemühungen der europäischen Institutionen und aller beteiligten Akteure, dieses komplexe Gesetzgebungsverfahren zu einem erfolgreichen Abschluss zu bringen. Es wird erwartet, dass die Verordnung die Innovationskraft der europäischen Landwirtschaft stärkt und gleichzeitig zur Ernährungssicherheit sowie zur langfristigen Widerstandsfähigkeit der landwirtschaftlichen Produktion beiträgt.“
Für den Kartoffelsektor eröffnet die neue Gesetzgebung Chancen zur Entwicklung von Sorten mit Eigenschaften, die bei Erzeugern und Erzeugerinnen und entlang der Wertkette zunehmend gefragt sind, wie eine verbesserte Resistenz gegen Schädlinge und Krankheiten oder eine optimierte Eignung für Lagerung und Verarbeitung.
„Zudem dürfte der Rechtsrahmen Forschung und Investitionen in der Pflanzenzüchtung erleichtern und dazu beitragen, die Verfügbarkeit innovativer Lösungen für den Sektor zu beschleunigen.“
Florimond Desprez, Vorsitzender der Kommission für technische und regulatorische Fragen bei Europatat, begrüßt die Annahme der Verordnung: „Die Annahme der NGT-Verordnung ist ein wichtiger Schritt für die europäische Landwirtschaft und Pflanzenzüchtung. Die Politik gibt unserem Sektor die Möglichkeit, von einer bedeutenden wissenschaftlichen Innovation zu profitieren und Lösungen für einige der Herausforderungen zu entwickeln, denen wir uns im Zuge des landwirtschaftlichen Wandels gegenübersehen.“
„Dies ist ein positives Signal für Züchter/innen und Forscher/iinnen, auch wenn weiterhin erhebliche Unsicherheiten hinsichtlich der geistigen Eigentumsrechte bei NG-Technologien bestehen. Deren Entwicklung führt zudem zu einer Zunahme patentierter Gene, was das derzeitige Betriebsmodell des Züchtungssektors gefährdet“, so Florimond Desprez.
Romans Vorss, Direktor für technische Angelegenheiten bei Europatat, ergänzt: „Kartoffelerzeuger sehen sich mit wachsenden Herausforderungen konfrontiert: dem Druck durch Schädlinge und Krankheiten, sich wandelnden Wetterbedingungen sowie der Notwendigkeit, bei geringerem Einsatz von Betriebsmitteln mehr zu produzieren und Lebensmittelabfälle zu reduzieren.“

„NGT können dazu beitragen, die Entwicklung von Kartoffelsorten zu beschleunigen, die diesen Gegebenheiten besser gerecht werden“, so Romans Vorss.
Veröffentlichungsdatum: 18.06.2026

