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PPWR rückt näher: DKHV unterstützt Kartoffelwirtschaft bei der Vorbereitung

09. Juni 2026

Die neue europäische Verpackungsverordnung (EU) 2025/40 (Packaging and Packaging Waste Regulation, PPWR) wird ab dem 12. August 2026 unmittelbar in allen EU-Mitgliedstaaten anwendbar sein. 

Mit ihren weitreichenden Anforderungen an Verpackungen, Dokumentation und Verantwortlichkeiten entlang der Lieferkette stellt sie Unternehmen der Kartoffelwirtschaft vor neue Herausforderungen.


Foto © DKHV

Vor diesem Hintergrund veranstaltete der Deutsche Kartoffelhandelsverband e.V. (DKHV) am 13. Mai 2026 ein hybrides PPWR-Seminar im Industrie-Club Düsseldorf und bot seinen Mitgliedern eine praxisnahe Orientierung zu den bevorstehenden Änderungen.

Mit rund 50 Teilnehmenden vor Ort und online stieß die Veranstaltung auf großes Interesse. Die hohe Beteiligung verdeutlichte den Informationsbedarf innerhalb der Branche, denn die Verordnung betrifft sämtliche Verpackungen und Verpackungsabfälle unabhängig von Material und Verwendungszweck. 

Ziel der PPWR ist es, Verpackungsabfälle zu reduzieren, die Kreislaufwirtschaft zu stärken und europaweit einheitliche Vorgaben für das Inverkehrbringen von Verpackungen zu schaffen. 

Die Verordnung trat bereits am 11. Februar 2025 in Kraft und gilt grundsätzlich ab dem 12. August 2026.


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Eröffnet wurde die Veranstaltung von Manuela Hierl, stellvertretende Obfrau des DKHV-Ausschusses Handel, Qualität und Ökologie. 

In ihrem Grußwort betonte sie die Bedeutung einer frühzeitigen Auseinandersetzung mit den neuen rechtlichen Rahmenbedingungen.

„Die PPWR betrifft nicht nur Verpackungen, sondern zahlreiche Prozesse entlang der gesamten Lieferkette. Für die Unternehmen der Kartoffelwirtschaft ist es deshalb entscheidend, sich frühzeitig mit den neuen Anforderungen auseinanderzusetzen. Unser Ziel als Verband ist es, Orientierung zu geben, Wissen zu bündeln und den Austausch innerhalb der Branche zu fördern“, erklärte Manuela Hierl.

Für die fachliche Einordnung der Verordnung konnten ausgewiesene Expertinnen und Experten gewonnen werden. Dr. Sophie Luise Bings und Tobias Webert von Deloitte erläuterten die grundlegenden Inhalte der PPWR sowie die daraus resultierenden Anforderungen für Unternehmen. 


Foto © DKHV

Im Mittelpunkt standen insbesondere die neuen Rollen und Verantwortlichkeiten der Wirtschaftsakteure. 

Die Verordnung definiert unter anderem die Begriffe „Hersteller“ und „Erzeuger“ neu und knüpft daran unterschiedliche Pflichten hinsichtlich Konformität, Dokumentation und Marktverantwortung.

Im weiteren Verlauf stellte Adrian Längle von Simvia digitale Lösungen für das Management produktspezifischer Dokumente und Nachweise vor. 

Die Anforderungen an technische Dokumentationen, Konformitätserklärungen und die Nachweisführung werden für viele Unternehmen künftig deutlich an Bedeutung gewinnen.

Abgerundet wurde das Seminar durch einen Vortrag von Enya Ebel von Royal LC Packaging. Sie beleuchtete die Auswirkungen der PPWR aus Sicht der Verpackungslieferanten und ging dabei auf Fragen der Materialverfügbarkeit, des Datenmanagements sowie auf produktspezifische Anforderungen ein. 

Die anschließende Diskussionsrunde zeigte, dass viele Unternehmen bereits intensiv an der Umsetzung der neuen Vorgaben arbeiten und gleichzeitig noch zahlreiche Detailfragen bestehen.

„Die PPWR wird die Verpackungswirtschaft in den kommenden Jahren nachhaltig prägen. Für die Kartoffelbranche ist es entscheidend, die Anforderungen frühzeitig zu verstehen und gemeinsam praktikable Lösungen zu entwickeln“, so das Fazit des DKHV.

Mit dem Seminar hat der Verband einen wichtigen Beitrag zur Vorbereitung seiner Mitglieder auf die neue Rechtslage geleistet. Gleichzeitig wird das Thema den DKHV auch künftig begleiten. 

Zahlreiche Umsetzungsfragen werden erst durch weitere Leitlinien, delegierte Rechtsakte und praktische Erfahrungen konkretisiert werden. 

„Umso wichtiger bleibt der kontinuierliche Austausch zwischen Wirtschaft, Verpackungsherstellern und Behörden.“

Veröffentlichungsdatum: 09.06.2026

Schlagwörter

DKHV, Kartoffelwirtschaft, Vorbereitung, EU-Verpackungsvorgaben