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Von einem guten Start zu einem schwierigen Ende: Die Steinfruchtsaison in Valencia endet mit Verlusten

08. Juni 2026

Nicht alles, was gut beginnt, endet auch gut. Der Bauernverband von Valencia (AVA-ASAJA) warnt, dass die Steinobstsaison zwar „recht gut begann, mit einer höheren Produktion und akzeptablen Erzeugerpreisen, nun aber im weiteren Verlauf mit Verlusten endet, da die Nachfrage eingebrochen ist, insbesondere bei kleineren Größen, und viele Preise unter den hohen Produktionskosten liegen.“


Bildquelle: Pexels

Der Regen im Mai und die darauffolgenden Tage mit hohen Temperaturen und Westwinden markierten laut RevistaMercados einen Wendepunkt bei der Ernte von Pfirsichen, Nektarinen, Aprikosen und Pflaumen in der Region Valencia.

Erste Prognosen der AVA-ASAJA deuteten auf einen Erntezuwachs von 15 % im Vergleich zum Vorjahr hin, auf über 40 Millionen Kilogramm, trotz einer Verringerung der Anbaufläche nach mehreren Jahren der Verlustgeschäfte.

Doch infolge einer Kombination aus heftigem Regen und sehr heißen Tagen Mitte Mai wurde ein Großteil der noch nicht geernteten Früchte rasch überreif, dies führte zu einer zeitlichen Überschneidung mit Ernten aus anderen Regionen und verursachte einen Angebotsüberschuss auf den Märkten. 

Die Landwirte erhielten daraufhin keine Kaufangebote mehr von den Händlern. Infolgedessen stürzten die Erzeugerpreise ab, insbesondere für kleinere Kaliber, die aufgrund des Überangebots oft gar keinen Absatzmarkt mehr fanden.

Ein weiterer Faktor, der die Gewinnmargen der Obsterzeuger unter Druck setzte, waren die steigenden Betriebsmittelkosten, insbesondere für Düngemittel sowie für Energie und Transport, was durch die Agrarumweltpolitik der EU und den bewaffneten Konflikt im Nahen Osten noch verschärft wurde. 

Zudem schränkte der systematische Wegfall zugelassener Pflanzenschutzmittel die Möglichkeiten zur Bekämpfung von Schädlingen und Krankheiten weiter ein.

Die AVA-ASAJA prangert den unlauteren Wettbewerb durch Steinobstimporte aus Drittländern wie Marokko, Algerien oder Ägypten an, die weniger strengen pflanzenschutzrechtlichen und ökologischen Auflagen unterliegen, die ihre Produktion steigern und zu deutlich wettbewerbsfähigeren Konditionen auf den europäischen Markt kommen.


Quelle: RevistaMercados.com

 

Veröffentlichungsdatum: 08.06.2026

Schlagwörter

Steinfruchtsaison, Valencia, Verlusten