Coldiretti: Made in Italy – 10 Milliarden EUR aus der GAP für Lebensmittel zurückgewonnen
Italienische Landwirte bekommen 10 Milliarden EUR aus Mitteln der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) zurück, um die Lebensmittelproduktion und -souveränität zu sichern, Innovationen zu fördern, Instabilität zu bekämpfen, den Generationswechsel zu unterstützen und Einkommen zu schützen, so teilt die italienische Landwirtschaftsorganisation Coldiretti mit.
Die Rückgewinnung der GAP-Mittel dank der Mobilisierungen von Coldiretti in ganz Europa und des Engagements der Regierung war eines der zentralen Themen des Treffens, zu dem sich 6.500 lombardische Landwirte in dem SuperStudio Maxi, in Mailand, mit dem Präsidenten von Coldiretti, Ettore Prandini, dem Generalsekretär, Vincenzo Gesmundo, und dem Präsidenten von Coldiretti Lombardia, Gianfranco Comincioli, versammelten.
Mehr Mittel als angekündigte Kürzungen
„Im Vergleich zu der angekündigten Kürzung der Mittel um 25 %, was einem Verlust von rund 9 Milliarden EUR für das italienische Agrarwachstum entspricht, wurden 10 Milliarden EUR zurückgewonnen – 1 Milliarde EUR mehr. Diese Umverteilung auf regionaler Ebene soll die Lebensmittelversorgung sichern, den sozialen und ökologischen Schutz in hydrogeologisch instabilen Gebieten gewährleisten, die Auswirkungen des Klimawandels bekämpfen und Emissionen reduzieren. Gleichzeitig sollen Technologien der Landwirtschaft 5.0 gefördert werden, die den Ressourcenverbrauch senken können“, so Coldiretti.
Angesichts zunehmender internationaler Spannungen gewinnt der Schutz der Agrarproduktion immer mehr an strategischer Bedeutung. Coldiretti fordert außerdem eine vereinfachte Gemeinsame Agrarpolitik (GAP) „ohne die Torheiten der Brüsseler Technokraten“.
Der Schutz von „Made in Italy“-Produkten umfasst auch Regeln und Kontrollen für Lebensmittelimporte, die laut Coldirettis Analyse von ISTAT-Daten für die ersten 11 Monate des Jahres 2025 um 8 % gestiegen sind.
Aus diesem Anlass wurde die Ausstellung „Bedrohungen für Made in Italy auf dem Tisch“ mit einem „Kühlschrank der Wahrheit“ eingerichtet, der den Bürgern „die Täuschungen in Einkaufswagen und die Risiken mangelnder Kontrollen“ sowie die im Laufe der Jahre erzielten Fortschritte in Sachen Transparenz vor Augen führte.
„Coldiretti fordert ein europäisches Gesetz, das Herkunftskennzeichnungen für alle Lebensmittelprodukte vorschreibt, die in der EU verkauft werden.“
Quelle: Coldiretti
Veröffentlichungsdatum: 30.01.2026

