Spanien: Die Zukunft der Kohlgewächse – Anpassung und neue Sorten
Die Kohlbranche in Spanien steht vor einer komplexen Herausforderung, geprägt durch den Klimawandel, Wasserknappheit, den Druck durch Schädlinge und Krankheiten sowie die Notwendigkeit, die Produktion an neue Marktanforderungen anzupassen, berichtet RevistaMercados.com.
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Der Schlüssel liegt darin, umfassende Programme anzubieten, die den Erzeugern ermöglichen, das ganze Jahr über sicher und profitabel zu bewirtschaften – und dabei die Anforderungen des Frischmarkts, der verarbeitenden Industrie sowie neuer Verbrauchertrends zu erfüllen.
Segmentierung und Klimaanpassung
Der Klimawandel verändert die Anbauzeiten grundlegend. Längere, heißere Sommer sowie zunehmend unbeständige Herbst- und Wintermonate erfordern den Einsatz flexiblerer Sorten.
Die Landwirte streben an, die gesamte Anbausaison mit Materialien abzudecken, die an unterschiedliche Anbauzeiträume angepasst sind: von kurzzyklischen Sorten für Sommer und Frühherbst bis hin zu langzyklischen Sorten für Winter und Frühjahr.
Gleichzeitig ist die Sortensegmentierung zu einer Schlüsselstrategie geworden; eine einzige Sorte reicht nicht mehr für das ganze Jahr aus. Die Produzenten fordern nun umfassende Programme mit Sorten, die spezifisch für jeden Zyklus und jede Region geeignet sind.
Dies führt auch zu einer geografischen Verlagerung der Produktion in höhere und mittlere Lagen (Murcia, Albacete, Nordspanien), wo das Klima günstiger ist.
Alternaria, Botrytis und Falscher Mehltau stellen die größten Herausforderungen bei Brokkoli und Blumenkohl dar. Obwohl es keine vollständige genetische Resistenz gibt, arbeiten Züchtungsprogramme daran, Sorten mit besserer Widerstandsfähigkeit gegen diese Krankheiten zu entwickeln, insbesondere für feuchte Regionen.
Saatgutfirmen forschen an Sorten mit verbessertem natürlichem Kopfschutz, die Vergilbung verhindern und die Handelsqualität trotz Sonneneinstrahlung erhalten.
Genetische Innovation ist eine der treibenden Kräfte der Branche. Es werden neue Sorten entwickelt, die hitzetolerant sind, widerstandsfähiger gegen Trockenstress und vielseitiger für Frischmarkt und Verarbeitung einsetzbar.
Bei Brokkoli liegt der Fokus auf Kompaktheit, dunkler Farbe, Köpfen, die nicht vergilben, sowie festen Röschen, die auch unter Stress ihre Festigkeit behalten. Beispiele sind Brokkoli mit erhöhtem Kopf, was die Belüftung verbessert und Krankheiten reduziert, sowie Blumenkohl, der weißer bleibt und in der Sonne nicht braun wird.
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Die Zukunft von Brokkoli und Blumenkohl
Hängt von einer umfassenden Strategie ab, die Klimaanpassung, Krankheitsresistenz, effiziente Mechanisierung und Sorteninnovation verbindet.
Es werden stabile und vielseitige Kohlarten benötigt, die eine Abdeckung der gesamten Anbausaison mit einer reduzierten Anzahl von Sorten ermöglichen und so die Produktion sichern – anstatt für jede Pflanzwoche eine separate Sorte zu benötigen.
Quelle: RevistaMercados.com
Veröffentlichungsdatum: 08.01.2026

