Türkei erlebt eines ihrer schwierigsten Jahre für Frischprodukte und die Ernteverluste steigen
Höhere Kosten für Einsatzmittel und damit verbundene Abnahmen bei der Menge werden voraussichtlich die Preise den ganzen Winter über hoch halten. Die türkische Obst- und Gemüseindustrie verzeichnet in diesem Jahr schwere Verluste, da eine Kombination aus Frühlingsfrösten, Dürre und extremer Sommerhitze Obstplantagen und Felder im ganzen Land schädigt, berichtet Fructidor.com.
Laut des Verbands der türkischen Landwirtschaftskammern (TZOB) wurden Anfang des Jahres 65 Provinzen von Frost heimgesucht, während anhaltende Dürre und Rekordtemperaturen die Krise seitdem verschärft haben.
Die Zitrusproduktion ist am stärksten betroffen: Industrieprognosen gehen davon aus, dass die Orangen- und Mandarinenernten je nach Region um 30-50 % zurückgehen könnten und auch die Zitronenerträge sind gefährdet. In der Region Çukurova haben geringe Niederschläge und erschöpfte Wasserspeicher in Verbindung mit sengender Sommerhitze sowohl die Qualität als auch die Quantität der Früchte beeinträchtigt.
Die Erzeuger sehen sich mit höheren Kosten für Einsatzmittel und geringeren Mengen konfrontiert, was die Preise voraussichtlich während der Wintersaison hoch halten wird.
Bayraktar hat dringend staatliche Unterstützung, einschließlich direkter Finanzhilfen und einer Umstrukturierung von Krediten, gefordert, um den Obsterzeugern zu helfen, die Verluste zu überstehen und die zukünftige Versorgung zu sichern.
Quelle: Fructidor.com
Veröffentlichungsdatum: 28.08.2025