ZVG-Präsidentin Kähler-Theuerkauf: Wer den Gartenbau will, muss jetzt handeln
Der Gartenbau übernimmt zentrale Aufgaben für Gesellschaft und Umwelt. Er sorgt für gesunde Ernährung, schafft lebenswerte Städte und Gemeinden, stärkt die Klimaanpassung und trägt zur Lebensqualität der Menschen bei.
Umso wichtiger ist es aus Sicht des Zentralverbandes Gartenbau (ZVG), dass die Bedeutung der Branche nicht nur in politischen Sonntagsreden betont, sondern auch im konkreten politischen Handeln berücksichtigt wird.
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ZVG-Präsidentin Eva Kähler-Theuerkauf ordnet die aktuellen Herausforderungen des Gartenbaus ein. (Foto © ZVG / Rafalzyk)
„Der Gartenbau wird regelmäßig als Zukunftsbranche gelobt. Gleichzeitig erleben wir immer wieder, dass unsere Belange bei wichtigen politischen Entscheidungen nicht ausreichend berücksichtigt werden“, erklärte ZVG-Präsidentin Eva Kähler-Theuerkauf.
„Dies zeigt sich insbesondere bei aktuellen Debatten rund um Dürre, Wasserversorgung und Klimaanpassung. Obwohl die Betriebe die Folgen von Hitze und Trockenheit unmittelbar spüren und zugleich einen wichtigen Beitrag zu Lösungen leisten, wird der Gartenbau vielfach nicht mitgedacht.“
Nach Auffassung des ZVG braucht Deutschland eine klare Entscheidung für den heimischen Gartenbau. Wer regionale Produktion, Versorgungssicherheit, nachhaltige Wertschöpfung und hohe Umweltstandards erhalten will, muss den Betrieben verlässliche Rahmenbedingungen bieten.
Dazu gehörten ein konsequenter Bürokratieabbau, wettbewerbsfähige Energiekosten, ausreichend verfügbare und bezahlbare Arbeitskräfte sowie Investitionsanreize für klimaresiliente Produktionsverfahren.
Ebenso müsse die Politik die Wasserverfügbarkeit für den Gartenbau langfristig gesichert werden und die Betriebe bei Maßnahmen zur Wassereffizienz und Klimaanpassung Unterstützung finden.
Angesichts zunehmender Wetterextreme, steigender Kosten und wachsender regulatorischer Anforderungen braucht die Branche mehr Planungssicherheit.
„Die Herausforderungen sind bekannt, die Lösungen liegen auf dem Tisch. Jetzt kommt es darauf an, zu handeln“, betonte Kähler-Theuerkauf.
Deutschland darf die heimische Produktion von Obst, Gemüse, Pflanzen und Gehölzen nicht durch zusätzliche Belastungen schwächen, sondern braucht gezielte Unterstützung.

„Wer Gartenbau in Deutschland will, muss daraus konkrete politische Entscheidungen ableiten. Regionalität gibt es nur mit heimischem Anbau“, so Kähler-Theuerkauf abschließend.
Veröffentlichungsdatum: 11.09.2026

