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Westeuropa: Überangebot und Hitze setzen Blumenkohlmarkt unter Druck

08. Juli 2026

Die Märkte in den Niederlanden, Deutschland und Polen haben sowohl mit einem reichlichen Angebot als auch mit einer schwachen Nachfrage zu kämpfen. Der westeuropäische Blumenkohlmarkt stand in den letzte Junitagen weiter unter starkem Preisdruck: das Angebot ist reichlich, die Nachfrage jedoch verhalten, insbesondere in den Niederlanden und Deutschland.


Bildquelle: Pixabay

Auf dem niederländischen Markt kamen in der zweiten Junihälfte große Mengen aus heimischem Anbau sowie aus Deutschland und Polen hinzu, was die Preise umgehend drückte. 

Die niederländischen Erzeuger sind von der Exportentwicklung enttäuscht und die Großhandelspreise bewegen sich auf einem saisonalen Tiefstand. 

Anhaltende Temperaturen von über 30 °C dämpfen die Nachfrage in dem Frischmarktgeschäft zusätzlich, da die Verbraucher während der sommerlichen Grillsaison andere Produkte bevorzugen.

In Deutschland fielen die Preise im Juni nach monatelang hohem Niveau stark. Während in den nördlichen Regionen die Ernte anlief, lieferten die südlichen Gebiete weiter große Mengen, was zu einem deutlichen Überangebot führte. 

Die Blumenkohlpreise fielen auf das Vorjahresniveau zurück und der Einzelhandel startete umfangreiche Ausverkaufsaktionen. 

Trotz der Hitze konnten die Supermärkte die Nachfrage durch Sonderaktionen aufrechterhalten, doch der Großhandelsabsatz bleibt schleppend. 

Auch auf dem ukrainischen Markt herrscht ein Überangebot an verschiedenen Alternativgemüsesorten – Kohl, Zwiebeln, Karotten –, was ebenfalls den Preis für Blumenkohl drückt. 

Die Einkaufspreise decken die Produktionskosten nicht, die Erzeuger suchen nach Wegen zur Kostensenkung. 

Das gemeinsame Angebot aus den Niederlanden, Deutschland und Polen sorgt für einen starken Preiswettbewerb in Europa. 

Polen – als einer der größten Erzeuger und Exporteure – spürt die Auswirkungen billiger Ware aus Westeuropa, was zu Absatzschwierigkeiten und Preisdruck auf dem heimischen Markt führt. 

Die polnischen Großhandelspreise liegen derzeit stabil bei 3,00-4,00 PLN pro Stück für im Karton fertig verpackte Ware. 

Die Blumenkohlsaison 2026 hat mit Überangebot, hitzebedingten Qualitätsproblemen und zunehmendem europäischen Preiswettbewerb zu kämpfen. In den kommenden Wochen sind weitere Preisschwankungen zu erwarten.


Quelle: FruitVeB.hu

 

Veröffentlichungsdatum: 08.07.2026

Schlagwörter

Westeuropa, Überangebot, Hitze, Blumenkohlmarkt, Druck