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VDW: Umweltfreundlich verpacken ist möglich

20. Juli 2021

Berichte über Kunststofftüten im Meer, vermüllte Strände und Mikroplastik in der Umwelt - derzeit wird das Thema Verpackungen oft sehr kritisch ins Visier genommen. Es lohnt sich aber, zu differenzieren. Transportverpackungen aus Wellpappe beispielsweise punkten mit rein pflanzlicher Rohstoffbasis und werden nach Gebrauch fast vollständig gesammelt und wiederverwertet.

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Wellpappe steht für einen nachhaltigen Stoffkreislauf. Verband der Wellpappen-Industrie e. V. Foto © Forgem - stock.adobe.com

Darüber hinaus entlasten sie die Atmosphäre von Treibhausgasen, indem sie Kohlenstoff binden. Dabei schützen Wellpappenverpackungen verschiedenste Waren zuverlässig auf dem Weg von A nach B und sorgen dafür, dass Produkte wie Handys, Äpfel oder Schuhe unversehrt im Einzelhandel oder direkt beim Verbraucher ankommen.

Pflanzenbasiert und vorbildlich im Stoffkreislauf

Der Grund für die Umweltverträglichkeit des Packstoffs ist seine natürliche Rohstoffbasis. Wellpappe besteht aus Papierbahnen, die mit Hilfe von Leim aus Mais- oder Weizenstärke verbunden werden - damit setzt sie sich vollständig aus nachwachsenden Rohstoffen zusammen. Anders als konventionelle Kunststoffverpackungen ist Wellpappe also sogar biologisch abbaubar. Dazu kommt es jedoch in der Regel nicht, denn die enthaltenen Papierfasern bringen beste Voraussetzungen für einen nachhaltigen Stoffkreislauf mit. "Papier ist sehr gut recyclingfähig und wird in Deutschland in hohem Maße rezykliert", heißt es in der Untersuchung "Nachhaltiger Papierkreislauf - eine Faktenbasis" des bifa Umweltinstituts. Hierzulande ist das Recycling von Papier und Papierprodukten effizient organisiert, so das Institut: "In Deutschland existiert ein weitentwickeltes System zur Sammlung und Sortierung von Altpapier" mit dem Ziel der "bestmöglichen Erfassung aller benutzten Papierprodukte und deren Wiederverwendung."

Versandkartons und Baumarkt-Verpackungen aus Wellpappe sind ebenso Teil dieses vorbildlichen Stoffkreislaufs wie Joghurt-Trays oder Werbedisplays aus dem Supermarkt. Wellpappe wird nach ihrem Einsatz fast vollständig erfasst und dem Recycling zugeführt. Der Grund dafür: Das Material wird als Rohstoff an die Papierindustrie verkauft - Papier, Pappe und Karton sind die wichtigsten Ausgangsmaterialien für die Herstellung von Papier. Wellpappe beispielsweise besteht durchschnittlich zu 80 Prozent aus Recyclingmaterial.

Nachhaltiges Holz und Klimaschutzeffekt

Die übrigen 20 Prozent sind Frischfasern, die über zuvor noch nicht recyceltes Papier in den Stoffkreislauf gelangen. Die Fasern für dieses Papier stammen zumeist aus Bruch- und Durchforstungsholz, das in nachhaltig bewirtschafteten Wäldern anfällt. In Deutschland hergestelltes Wellpappenrohpapier besteht ausschließlich aus Altpapier. Dabei hat die Papierindustrie nach Angaben des bifa Umweltinstituts ihre CO2-Emissionen pro hergestellter Tonne in den vergangenen 15 Jahren um etwa 30 Prozent gesenkt.

Positiv auf das Klima wirkt sich außerdem aus, dass Bäume der Atmosphäre CO2 entziehen und den darin enthaltenen Kohlenstoff im Holz binden. Eine Faustregel lautet: Ein Kubikmeter Holz speichert so viel Kohlenstoff, dass die Atmosphäre dadurch um etwa eine Tonne CO2 entlastet wird. Die Bindung des Kohlenstoffs bleibt auch in der Verarbeitung des Holzes zu Papier bestehen, ebenso über die zahlreichen Recyclingzyklen der Wellpappe. Der europäische Dachverband der Papierindustrie CEPI hat 2020 berechnet, dass die forstbasierten Industrien positive Klimaeffekte in Höhe von 806 Millionen Tonnen CO2-Äquivalenten erzielen. Das entspricht etwa 20 Prozent aller Emissionen aus der Nutzung fossiler Energieträger, die in der EU anfallen.

Quelle: Ots / Verband der Wellpappen-Industrie e. V.

Veröffentlichungsdatum: 20.07.2021

Schlagwörter

VDW, umweltfreundlich, verpacken, Klimaschutz, Rohstoff