Ukraine verschärft Schutz für regionale Agrarprodukte durch neue Vorschriften für geografische Angaben
Ein neuer Regelungsrahmen richtet die ukrainische Ursprungskennzeichnung und den Schutz von Produktnamen an den EU-Standards aus. Die Ukraine hat eine umfassende Überarbeitung ihres Systems für geografische Angaben (g.A.) abgeschlossen.
Der Schritt soll den Schutz regionaler Agrarprodukte stärken und die Regeln des Landes für Lebensmittelexporte enger an die der EU anpassen, wie Fructidor berichtet.
Einem neuen FAIRS Geographical Indications Report zufolge, der von dem Auslandslandwirtschaftsdienst (FAS) Kiew des US-Landwirtschaftsministeriums (USDA) veröffentlicht wurde, hat die Ukraine den Großteil ihrer Gesetzgebung bezüglich der geografischen Angaben zwischen 2020 und 2025 im Rahmen von Verpflichtungen fertiggestellt, die mit dem Assoziierungsabkommen mit der EU verknüpft sind.
Die Übergangsfrist, die eine begrenzte Nutzung von durch die EU geschützten geografischen Namen zuließ, lief am 1. Januar 2026 aus. Dies bedeutet, dass nun alle in der Ukraine vermarkteten Lebensmittel und Getränke dem aktualisierten Rechtsrahmen entsprechen müssen.
Für den Obst- und Gemüsesektor könnte das aktualisierte System den Handelswert regionalspezifischer Erzeugnisse steigern, indem es Namen schützt, die mit dem Ursprung, den Produktionsmethoden und dem lokalen Ansehen verbunden sind.
Der Bericht besagt, dass die Ukraine mehrere Verordnungen eingeführt hat, um ein, wie sie es beschreibt, „hochentwickeltes System zur Registrierung und Kontrolle geografischer Angaben“ zu etablieren, basierend auf dem ukrainischen Gesetz Nr. 752-XIV über den rechtlichen Schutz geografischer Angaben, das im Jahr 2020 in Kraft trat.
Der USDA-Bericht merkt zudem an, dass die Ukraine nun ein Register anerkannter geografischer Angaben führt, welches Exporteuren und Lebensmittelherstellern ein formelles System für den heimischen Markt zur Verfügung stellt.
Quelle: Fructidor.com
Veröffentlichungsdatum: 15.05.2026

