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Ukraine geht mit neuem Gesetz gemäß EU-Standard gegen gefälschte „Bio“-Kennzeichnungen vor

06. Juli 2026

Die Ukraine ergreift Maßnahmen, um ihren Markt für Bio-Lebensmittel zu bereinigen und Verbraucher vor irreführenden Kennzeichnungen zu schützen, so berichtet EastFruit

Am 30. Juni verabschiedete der Werchowna Rada (Oberste Rat) ein neues Gesetz zur Regelung der ökologischen Erzeugung, des Inverkehrbringens und der Kennzeichnung von Bio-Produkten, berichtet SEEDS unter Berufung auf den Pressedienst des ukrainischen Parlaments.


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Die als Gesetzentwurf Nr. 13204-1 registrierte Neuregelung zielt darauf ab, den ukrainischen Bio-Sektor an die aktuellen EU-Standards anzugleichen und gleichzeitig für mehr Markttransparenz für Verbraucher, Erzeuger und Händler zu sorgen.

Im Mittelpunkt der Reform steht ein einfacher Grundsatz: ein Produkt darf nur dann als „Bio“ (ökologisch/biologisch) vermarktet werden, wenn die Produktionsmethoden und die Zertifizierung tatsächlich den geltenden Anforderungen entsprechen.

Das Gesetz legt einheitliche Regeln für Erzeugung, Verarbeitung, Inverkehrbringen und Kennzeichnung von Bio-Produkten fest. Zudem soll es die unberechtigte Verwendung des Begriffs „Bio“ unterbinden und Fälle reduzieren, in denen konventionelle Produkte mit irreführenden Bio-Angaben beworben werden.

Die Reform stärkt das staatliche Kontrollsystem für die Bio-Erzeugung in der Ukraine und soll die Überwachung von Erzeugern, Verarbeitern und Marktteilnehmern verbessern. 

Nach Angaben des Agrarausschusses des ukrainischen Parlaments wurde das Gesetz erarbeitet, um wesentliche Bestimmungen der EU-Verordnung 2018/848 über die ökologische/biologische Produktion und Kennzeichnung sowie weitere damit zusammenhängende EU-Rechtsakte umzusetzen. Zu den Änderungen gehören: einheitliche und transparente Regeln für Bio-Erzeugung, Inverkehrbringen und Kennzeichnung,
verstärkte staatliche Aufsicht und Durchsetzung der Vorschriften; klarere Anforderungen an die Verwendung von Bio-Angaben, weniger Möglichkeiten für unseriöse Erzeuger, Bio-Kennzeichnungen zu missbrauchen, eine engere Angleichung der ukrainischen Zertifizierungsregeln an den EU-Bio-Markt.

Für Bio-Unternehmen könnte die Reform mehr regulatorische Sicherheit schaffen und den Nachweis der Einhaltung von Standards gegenüber europäischen Abnehmern erleichtern. 

Gleichzeitig tragen Erzeuger und Händler, die mit Bio-Angaben werben, eine größere Verantwortung für den Nachweis, dass ihre Produkte den geforderten Standards entsprechen. 

Neue Chancen für Landwirte und Exporteure

Das Parlament erwartet, dass das Gesetz die Entwicklung ländlicher Gebiete fördert, indem es die Diversifizierung der Produktion, eine höherwertige Verarbeitung sowie die Schaffung von Arbeitsplätzen in den Bereichen ökologischer Landbau, Logistik und Lebensmittelverarbeitung unterstützt. 

Die Angleichung an EU-Standards könnte zudem die Position ukrainischer Produkte auf internationalen Märkten stärken und Investitionen in zertifizierte Produktion anlocken.
 
Darüber hinaus ist das Gesetz mit dem Übergang der Ukraine zu einer nachhaltigeren Landwirtschaft verknüpft, einschließlich Klimaanpassung, zum Schutz der biologischen Vielfalt und zu einem verbesserten Umweltmanagement umfasst.
 
Die tatsächlichen Auswirkungen hängen jedoch nicht nur von der Gesetzgebung ab, sondern auch von der Wirksamkeit der Zertifizierung, der Kontrollen und der Durchsetzung der Vorschriften. 

Klare Regeln können irreführende Bio-Angaben nur dann verringern, wenn Verstöße konsequent aufgedeckt und geahndet werden.


Quelle: EastFruit.com

 

Veröffentlichungsdatum: 06.07.2026

Schlagwörter

Ukraine, EU-Standard, „Bio“-Kennzeichnungen