Hektarerträge sinken bei Spargel um 11,4%, bei Erdbeeren um 7,0% Trotz größerer Anbauflächen geht die Erntemenge von Spargel und Erdbeeren in Bayern zurück
Ersten Schätzungen aus der Gemüsevorerhebung 2026 zufolge wird in Bayern das Edelgemüse Spargel auf rund 4 100 Hektar angebaut. Die Anbaufläche, auf der Spargel geerntet werden konnte, umfasst rund 3 600 ha. Auf Flächen im Ertrag werden rund 55,7 Dezitonnen je Hektar geerntet.

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Dementsprechend wird sich die Erntemenge im Jahr 2026 voraussichtlich auf rund 20 100 Tonnen Spargel belaufen. Das entspricht einem Rückgang von 3,0 Prozent bzw. rund 600 Tonnen gegenüber dem Vorjahr.
Erdbeeren im Freiland und unter Schutzabdeckungen werden auf insgesamt rund 1 700 Hektar angebaut. Mit einem Durchschnittsertrag von 64,4 Dezitonnen je Hektar bei Erdbeeren im Freiland wird eine Gesamterntemenge von rund 10 900 Tonnen erwartet.
Die Ernte liegt damit um 3,6 Prozent bzw. rund 400 Tonnen unter Vorjahresniveau.
Fürth. Wie das Fachteam des Bayerischen Landesamtes für Statistik mitteilt, liegt die Gesamtfläche für den Spargelanbau in Bayern im Jahr 2026 bei rund 4 100 Hektar (ha).
Im Vergleich zum Vorjahr (2025: 3 889 ha) steigt die Gesamtanbaufläche um 5,9 Prozent. Gegenüber dem Durchschnitt der Jahre 2020 bis 2025 (3 623 ha) liegt sie sogar um 13,7 Prozent höher.
Die Anbaufläche, auf der Spargel geerntet werden konnte, umfasst rund 3 600 ha. Die verbleibenden gut 500 ha entfallen auf Junganlagen, die noch keinen Ertrag bringen.
Die Spargelsaison beginnt offiziell Anfang April und endet traditionell am 24. Juni (Johannistag).

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Spargelerträge rückläufig – Erntemenge leicht über dem langjährigen Mittel
Weitere Ergebnisse der Gemüsevorerhebung zeigen, dass der durchschnittliche Hektarertrag im Vergleich zum Vorjahr um 11,4 Prozent auf 55,7 Dezitonnen (dt) zurückgeht (2025: 62,9 dt).
Im Vergleich zum langjährigen Mittel der Jahre 2020 bis 2025 (61,8 dt) entspricht dies einem Rückgang von 9,9 Prozent.
Die gesamte Erntemenge beläuft sich im Jahr 2026 auf rund 20 100 Tonnen (t). Daraus ergibt sich gegenüber dem Vorjahr (2025: 20 697 t) ein Minus von rund 600 Tonnen bzw. -3,0 Prozent.
Im Vergleich zum langjährigen Mittel (2020 – 2025: 19 382 t) zeigt sich jedoch ein leichter Zuwachs von 3,6 Prozent.
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Erdbeersaison 2026 liegt hinter den Erwartungen
Im Gegensatz zur Spargelsaison dauert die Erdbeerernte weiterhin an. Nach ersten Angaben der bayerischen Erdbeerbetriebe liegt die gesamte Anbaufläche im Jahr 2026 bei rund 1 700 ha – ein Plus von 6,6 Prozent gegenüber 2025 (1 571 ha).
Die ertragsfähigen Freilandflächen umfassen rund 1 200 ha und verzeichnen damit ebenfalls einen Anstieg um 8,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr (2025: 1 076 ha).
Sie bleiben jedoch 2,0 Prozent unter dem langjährigen Mittel (2020 – 2025: 1 187 ha).
Für das Jahr 2026 wird im Freiland ein durchschnittlicher Hektarertrag von 64,4 dt erwartet. Dies entspricht einem Rückgang von 7,0 Prozent gegenüber 2025 (69,3 dt) sowie einer Abnahme von 13,2 Prozent im Vergleich zum langjährigen Mittel (74,2 dt).
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Insgesamt ist bei Erdbeeren im Freiland und unter hohen begehbaren Schutzabdeckungen mit einer Erntemenge von rund 10 900 t zu rechnen.
Das sind rund 400 Tonnen bzw. 3,6 Prozent weniger als im Vorjahr (11 317 t) und 3,9 Prozent weniger als im Durchschnitt der Jahre 2020 bis 2025 (11 351 t).
Spargel- und Erdbeersaison beeinflusst durch Wetterverhältnisse
Die Erntesaison 2026 in Bayern verlief witterungsbedingt durchwachsen. Kalte Frühjahrsnächte mit vereinzelten Spätfrösten bremsten zunächst das Wachstum, während heiße Phasen und Trockenheit die Erzeuger zusätzlich forderten.
Quelle: Bayerisches Landesamt für Statistik
Veröffentlichungsdatum: 21.07.2026
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