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Start der ungarischen Pfirsichsaison – „Auf die Kunden und Kundinnen warten Früchte mit hervorragendem Geschmack“

06. August 2026

Die ungarische Pfirsichsaison ist in vollem Gange: Früh- und mittelfrühe Sorten sind bereits auf den Märkten, bei Obsthändlern und -händlerinnen und in den Verkaufsstellen der Erzeuger/innen im ganzen Land erhältlich, wie der Ungarische Fachverband Obst und Gemüse (FruitVeB) berichtet. 


Bildquelle: Pixabay

Die diesjährige Ernte ist äußerst vielfältig. Mehrere Kälteeinbrüche während der Frühlingsblüte verursachten in vielen Anbaugebieten Schäden, doch das Jahr hat auch erneut gezeigt, dass ein erfolgreicher Anbau nicht allein vom Wetter abhängt. 

Die Wahl des richtigen Standorts, eine moderne Sortenstruktur, Bewässerung und professionelle Anbautechniken sind mindestens ebenso wichtig wie Frostschutzmaßnahmen, die für sich genommen nicht ausreichen, um einen wirtschaftlichen und wettbewerbsfähigen Pfirsichanbau zu gewährleisten.

Experten und Expertinnen zufolge können selbst innerhalb derselben Plantage erhebliche Unterschiede in der Produktivität einzelner Sorten auftreten. 

Dies verdeutlicht, dass die Auswahl standortangepasster Sorten und der Einsatz moderner Anbautechnologien entscheidende Faktoren für die künftige Wettbewerbsfähigkeit des Pfirsichanbaus sein dürften.

Der Geschmack ungarischer Pfirsiche ist ihr größter Vorzug, bedingt durch die geografischen Gegebenheiten Ungarns, die sich hervorragend für den Pfirsichanbau eignen. Dank des im Vergleich zu Mittelmeerländern kühleren Klimas weisen die Früchte ein harmonischeres Zucker-Säure-Verhältnis, ein reicheres Aroma und einen intensiveren Geschmack auf. 

Zu den bedeutendsten Anbaugebieten zählen die Verwaltungsbezirke (Komitate) Csongrád-Csanád, Pest, Bács-Kiskun und Tolna. 

Da Pfirsiche ein empfindliches, weiches Fruchtfleisch besitzen, werden Importfrüchte aus weit entfernten Ländern oft in noch eher unreifem Zustand geerntet, um den Transport zu überstehen. Da Pfirsiche spät-reifend sind, reifen sie später noch. Sie können so jedoch nicht ihre charakteristischen Aromen voll entfalten.

Weltweit werden jährlich rund 25 Millionen Tonnen Pfirsiche produziert, wobei China mit 17 Millionen Tonnen der mit Abstand größte Erzeuger ist. 

In Europa liegt die jährliche Produktion bei etwa 4 Millionen Tonnen, die vorwiegend aus Spanien, Italien, Griechenland und Frankreich kommen. Die Bedingungen in Ungarn würden jedoch eine deutlich höhere Produktion als die derzeitige ermöglichen. 

In Ungarn gibt es gegenwärtig nur rund 2.400 Hektar kommerziellen Pfirsichanbau, während diese Frucht in den 1970er Jahren auf fast 13.000 Hektar angebaut wurde. 

Der Jahresertrag liegt typischerweise zwischen 10.000 und 20.000 Tonnen, kann jedoch in ungünstigen Jahren deutlich niedriger ausfallen. Gleichzeitig werden jährlich schätzungsweise 10.000 bis 15.000 Tonnen importiert, um den Inlandsbedarf zu decken. 

Ein erheblicher Teil der heimischen Plantagen ist überaltert und das Tempo der Neupflanzungen reicht nicht aus, um den Bestand zu erneuern. 

Nach Ansicht des Sektors sind langfristig moderne Plantagen und Sorten, der Ausbau der Bewässerung sowie eine bewusste Auswahl der Anbaustandorte erforderlich, damit der ungarische Pfirsich auf dem Inlands- und sogar auf dem Exportmarkt wieder eine dominierende Rolle spielen kann.


Quelle: FruitVeB.hu

 

 

Veröffentlichungsdatum: 06.08.2026

Schlagwörter

Ungarn, Pfirsichsaison