So denken die Europäer/innen über die Landwirtschaft
Die Europäer/innen messen der Landwirtschaft und einer stabilen Lebensmittelversorgung große Bedeutung bei. Sie erkennen den Beitrag der Landwirte und Landwirtinnen zum Klimaschutz an.
Sie sind jedoch der Meinung, dass diese ihre Produktionsmethoden anpassen müssen, um den Klimawandel zu bekämpfen, selbst wenn dies die Wettbewerbsfähigkeit des europäischen Agrarsektors verringert, wie das Flämische Infozentrum für Landwirtschaft und Gartenbau (VILT - Vilt.be) berichtet.
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Dies geht aus der alle zwei Jahre durchgeführten Eurobarometer-Umfrage hervor.
Alle zwei Jahre erhebt die EU die öffentliche Meinung zu Landwirtschaft, ländlichen Räumen und der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP). Auch in diesem Jahr sind fast alle Europäer/innen der Ansicht, dass Landwirtschaft und ländliche Räume für die Zukunft Europas wichtig sind (95 %) und dass eine stabile Lebensmittelversorgung von entscheidender Bedeutung ist (93 %).
Die Mehrheit der Europäer/innen glaubt, dass die Ernährungssicherheit in ihrem Land in den letzten zehn Jahren zugenommen hat oder gleich geblieben ist. Im Durchschnitt sehen 38 % eine Verbesserung und 42 % eine gleichbleibende Situation.
Extreme Wetterbedingungen und der Klimawandel werden am häufigsten als Risiken für die Ernährungssicherheit genannt.
Natürliche Ressourcen stehen an zweiter Stelle, gefolgt von geopolitischen Ereignissen an dritter Stelle. Der Rückgang der Zahl der landwirtschaftlichen Betriebe rangiert auf Platz fünf.
Landwirtschaft und Klimawandel
Mehr als sechs von zehn Europäern/Europäerinnen sind der Meinung, dass die Landwirtschaft bereits einen wesentlichen Beitrag zur Bekämpfung des Klimawandels geleistet hat.
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Sieben von zehn glauben zudem, dass Landwirte/Landwirtinnen ihre Produktionsmethoden anpassen müssen, um den Klimawandel zu bekämpfen, auch wenn dies die Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Landwirtschaft beeinträchtigt.
Allerdings sind etwa 40 % nicht bereit, 10 % mehr für Agrarprodukte zu zahlen, die mit einem geringeren CO2-Fußabdruck erzeugt wurden.
Die Bereitstellung sicherer, gesunder und nachhaltiger Qualitätslebensmittel gilt als wichtigste gesellschaftliche Verantwortung der Landwirte/Landwirtinnen.
52 % betrachten dies als deren wichtigste Aufgabe. Dies wird auch als das wichtigste Ziel der europäischen Agrar- und ländlichen Entwicklungspolitik angesehen.
Angemessene Lebensmittelpreise für Verbraucher/innen und ein fairer Lebensstandard für Landwirte/Landwirtinnen vervollständigen die Top 3.
Breite Unterstützung für die GAP
Sieben von zehn Europäern/Europäerinnen sind der Meinung, dass die GAP allen Bürgern/Bürgerinnen zugutekommt, nicht nur den Landwirten/Landwirtinnen.
Was die Rolle der GAP in Bezug auf Umwelt und Klima betrifft, so sind 67 % der Europäer/innen der Ansicht, dass die GAP dieser Aufgabe gerecht wird.
Etwas positiver fällt die Beurteilung der Förderung einer nachhaltigen Lebensmittelproduktion aus: Hier liegt der Wert bei 70 %.
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Die finanzielle Unterstützung für Landwirte/Landwirtinnen, die rund 30 % des EU-Haushalts ausmacht, wird von 55 % der Europäer/innen als „gerade ausreichend“ empfunden.
29 % halten die Unterstützung für zu gering. Knapp 10 % betrachten sie als zu hoch.
Quelle: Vilt.be
Veröffentlichungsdatum: 28.09.2026

