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Seeverkehr 2020: 6,4 % weniger Güterumschlag als 2019

17. März 2021

Im Jahr 2020 ist der Güterumschlag der deutschen Seehäfen gegenüber dem Vorjahr um 6,4 % gesunken. Insgesamt wurden 275,7 Millionen Tonnen Güter umgeschlagen. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) weiter mitteilt, ist der Versand in das Ausland (-1,4 %) dabei im Vorjahresvergleich deutlich weniger stark zurückgegangen als die empfangene Gütermenge (-9,2 %).

Bildquelle: Shutterstock.com Schiff
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Güterumschlag im November und Dezember 2020 über dem Vorjahresniveau

Die Auswirkungen der Corona-Pandemie haben den Seeverkehr im Laufe des Jahres 2020 stark beeinträchtigt. Der Güterumschlag ging im 1. Quartal 2020 und damit vor den ersten größeren Corona-Beschränkungen im Vorjahresvergleich moderat zurück (-3,6 %). In den Monaten April bis Juli 2020 waren dann zweistellige Rückgänge zu verzeichnen, wobei hier die Verluste im Mai (-16,8 %) und Juni (-15,8 %) am höchsten waren. Ab August 2020 flachten die Rückgänge deutlich ab und mit dem November 2020 drehte der Güterumschlag der Seeschifffahrt im Vorjahresvergleich dann erstmals ins Plus (+3,7 %). Für das 4. Quartal 2020 verzeichnet der Seeverkehr eine Zunahme des Güterumschlags gegenüber dem Vorjahresquartal um 2,8 %.

Auch der für den Seeverkehr wichtige Containerumschlag entwickelte sich auf das Gesamtjahr 2020 gesehen rückläufig und lag mit 14 Millionen TEU (Twenty-foot-Equivalent-Unit) rund 6,9 % unter dem Vorjahreswert.

Hamburger Hafen stark von Corona-bedingten Rückgängen betroffen

Die deutschen Seehäfen waren von der Corona-Krise unterschiedlich stark betroffen. Der Güterumschlag 2020 des bedeutendsten deutschen Seehafens Hamburg (109,2 Millionen Tonnen) ging mit 6,8 % stärker zurück als der Umschlag der Häfen Bremerhaven (46,6 Millionen Tonnen, -2,1 %) und Wilhelmshaven (22,8 Millionen Tonnen, -1,2 %). Der Seehafen Rostock verzeichnete ein leichtes Plus (20,1 Millionen Tonnen, +0,7 %).

Quelle: Destatis

Veröffentlichungsdatum: 17.03.2021

Schlagwörter

Seeverkehr, Güter, Umschlag, Container, Statistik