QS-Laborkompetenztest 2026/1: Avocado fordert die Labore heraus
75 Prozent der teilnehmenden Labore haben den aktuellen QS-Laborkompetenztest für das Rückstandsmonitoring bestanden. Die Ergebnisse fallen damit insgesamt schwächer aus als bei vielen Tests der vergangenen Jahre.
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Foto © QS Qualität und Sicherheit GmbH
Hauptgrund dürfte die gewählte Matrix Avocado sein, die aufgrund ihres hohen Fettgehalts besondere Anforderungen an die Rückstandsanalytik stellt.
Am QS-Laborkompetenztest 2026/1 nahmen insgesamt 93 Labore aus 17 Ländern teil, darunter 82 für das QS-System anerkannte Labore.
75 Prozent aller Teilnehmer bestanden den Test erfolgreich. Von den anerkannten Laboren konnten 16 die Anforderungen des Tests nicht erfüllen.
Trotz der hohen analytischen Anforderungen erzielten zahlreiche Teilnehmer sehr gute Ergebnisse: 48 Labore (52 Prozent) identifizierten sämtliche Wirkstoffe korrekt und quantifizierten diese fehlerfrei. Darunter befinden sich 47 anerkannte Labore.
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Avocado als analytische Herausforderung
Mit der Matrix Avocado wurde bewusst eine Probe ausgewählt, die in der Pflanzenschutzmittelrückstandsanalytik als anspruchsvoll gilt.
Durch ihren hohen Fettgehalt von typischerweise 15 bis 30 Prozent unterscheidet sie sich deutlich von vielen anderen pflanzlichen Lebensmitteln und stellt besondere Anforderungen an Probenaufbereitung, Extraktion und Quantifizierung.
Gleichzeitig hat die Bedeutung der Avocado im Handel in den vergangenen Jahren erheblich zugenommen. Der Import nach Deutschland hat sich innerhalb von zehn Jahren etwa verfünffacht.
Ziel des Testdesigns war es zu überprüfen, ob die teilnehmenden Labore sowohl die Herausforderungen fettreicher Matrices als auch die Extraktion polarer Wirkstoffe sicher beherrschen.
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Fehler vor allem bei der Quantifizierung
Insbesondere bei sehr lipophilen Wirkstoffen traten bei der Analytik Probleme auf. Teilweise wiesen die Labore Wirkstoffe nicht nach, obwohl sie zum angegebenen Untersuchungsspektrum der Labore gehörten.
Der größere Anteil der Abweichungen entfiel jedoch auf Quantifizierungsfehler. Diese traten vor allem in niedrigen Konzentrationsbereichen zwischen 0,03 und 0,06 mg/kg auf.
Auch bei Fosetyl-Al zeigten sich erhöhte Anforderungen an die Analytik. Aufgrund seiner hohen Polarität stellt dieser Wirkstoff besondere Anforderungen an Extraktion, Wiederfindung und Quantifizierung.

Dass die gewählte Matrix dennoch beherrschbar war, zeigen die Ergebnisse der 48 Labore, die den Test fehlerfrei absolvierten.
Quelle: QS Qualität und Sicherheit GmbH
Veröffentlichungsdatum: 04.08.2026

