Inflationsrate April 2026 +2,9 % Preisanstieg gegenüber dem Vormonat: Frisches Gemüse (+4,4 %) und Kartoffeln (+3,3 %) teurer
Die Inflationsrate in Deutschland – gemessen als Veränderung des Verbraucherpreisindex (VPI) zum Vorjahresmonat – lag im April 2026 bei +2,9 %. Damit hat sich die Teuerung der Verbraucherpreise insgesamt verstärkt, nachdem sie im März 2026 bereits bei +2,7 % gelegen hatte.
Im Februar 2026 hatte sie noch +1,9 % betragen. So hoch wie im April 2026 war die Inflationsrate zuletzt im Januar 2024 gewesen.

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"Der erneute Anstieg der Energiepreise infolge des Iran-Kriegs hat im zweiten Monat in Folge die Gesamtteuerung verstärkt. Besonders der anhaltende Preisdruck bei Kraftstoffen ist für die Verbraucherinnen und Verbraucher deutlich spürbar", sagt Ruth Brand, Präsidentin des Statistischen Bundesamtes (Destatis).
Gegenüber dem Vormonat März 2026 stiegen die Verbraucherpreise im April 2026 um 0,6 %.
Energieprodukte verteuerten sich um 10,1 % gegenüber April 2025
Die Preise für Energieprodukte insgesamt lagen im April 2026 um 10,1 % höher als im April 2025. Wie bereits im Vormonat März 2026 (+7,2 %) erhöhten sich die Energiepreise damit deutlich, während noch im Februar 2026 ein Preisrückgang von -1,9 % gegenüber dem Vorjahresmonat zu beobachten war.
Diese Preisanstiege sind maßgeblich auf die Kriegshandlungen im Iran und im Nahen Osten und die dadurch ausgelöste Preisentwicklung auf dem Rohölmarkt zurückzuführen.
Besonders deutlich verteuerten sich binnen Jahresfrist im April 2026 Kraftstoffe (+26,2 %). Im Vergleich mit früheren Öl- und Wirtschaftskrisen zeigt sich, dass die Preissteigerungen für Energieprodukte unmittelbar nach Beginn des Ukraine-Kriegs deutlich stärker ausgefallen waren.
Nahrungsmittel verteuerten sich binnen Jahresfrist mit +1,2 % unterdurchschnittlich
Die Preise für Nahrungsmittel lagen im April 2026 um 1,2 % höher als im Vorjahresmonat (März 2026: +0,9 %).Teurer wurde auch Obst (+3,6 %). Profitieren konnten die Verbraucherinnen und Verbraucher von günstigeren Preisen für Kartoffeln (-14,4 %).
Inflationsrate ohne Nahrungsmittel und Energie bei +2,3 %
Im April 2026 lag die Inflationsrate ohne Energie bei +2,2 %, die Inflationsrate ohne Heizöl und Kraftstoffe betrug +1,9 %.
Die Inflationsrate ohne Berücksichtigung von Nahrungsmitteln und Energie, häufig auch als Kerninflation bezeichnet, lag im April 2026 bei +2,3 %.
Preise insgesamt stiegen gegenüber dem Vormonat um 0,6 %, Energie um 2,1 %
Gegenüber März 2026 stieg der Verbraucherpreisindex im April 2026 um 0,6 %. Die Energiepreise stiegen infolge der Kriegshandlungen im Iran und im Nahen Osten binnen Monatsfrist erneut um 2,1 % (März gegenüber Februar 2026: +7,7 %).
Insbesondere beim Kauf von leichtem Heizöl (+4,7 %) und Kraftstoffen (+4,3 %, darunter Dieselkraftstoff: +6,1 %) mussten die Verbraucherinnen und Verbraucher einen spürbaren Preisanstieg hinnehmen.

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Die Nahrungsmittelpreise insgesamt stiegen mit +0,4 % moderat. Teurer waren hier zum Beispiel frisches Gemüse (+4,4 %) und Kartoffeln (+3,3 %), günstiger hingegen wurde vor allem frisches Obst (-1,0 %).
Verbraucherpreisindex, April 2026:
- +2,9 % zum Vorjahresmonat (vorläufiges Ergebnis bestätigt)
- +0,6 % zum Vormonat (vorläufiges Ergebnis bestätigt)
Harmonisierter Verbraucherpreisindex, April 2026:
- +2,9 % zum Vorjahresmonat (vorläufiges Ergebnis bestätigt)
- +0,5 % zum Vormonat (vorläufiges Ergebnis bestätigt)
Quelle: Destatis
Veröffentlichungsdatum: 13.05.2026

