Polen: Kohlmarkt am Tiefpunkt
Die Erzeuger sehen sich mit andauernd niedrigen Preisen, schwacher Nachfrage und einer ausweglosen Situation konfrontiert – alles Folgen des Einbruchs der Nachfrage in der Weiterverarbeitung.

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Die Lage auf dem Kopfkohlmarkt in Polen bleibt für die Erzeuger äußerst ungünstig und die Preise zeigen keine Anzeichen einer Besserung, berichtet der ungarische Fachverband Obst und Gemüse (FruitVeB).
Der Ankaufspreis liegt derzeit bei nur 0,65 PLN/kg und damit unter dem niedrigsten Stand der letzten fünf Jahre.
Die Preise im Februar erreichten nicht einmal das Niveau der besonders schwachen Saison 2020/21, was den starken Marktrückgang deutlich belegt.

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In den Einzelhandelsketten liegt der Preis für Weißkohl, verpackt in Säcken oder Kartons und speziell für Supermärkte ausgewählt, zwischen 0,50 und 0,80 PLN/kg. Preise über 0,70 PLN/kg sind selten und kommen nur in wenigen Regionen vor.
Verschärft wird die Situation dadurch, dass es noch keine Anzeichen für eine Besserung gibt. Absolut gesehen besteht weiterhin ein Überangebot im Vergleich zur aktuellen Nachfrage.
In den letzten Wochen ist hochwertiger Weißkohl aus Albanien auf dem Markt erschienen, mit einem Importpreis von 3,50-4,50 PLN/Stück und einem Inlandsverkaufspreis von 2,00-2,50 PLN/Stück.
Die Menge ist jedoch nicht ausreichend, um den Gesamtmarkt wesentlich zu beeinflussen. Zudem begann die Krise deutlich vor dem Auftauchen des albanischen Produkts.
Der Weißkohlmarkt kämpft weiter mit erheblichen Ungleichgewichten, die hauptsächlich auf die Schwäche der verarbeitenden Industrie und das Überangebot im Vergleich zu der Nachfrage zurückzuführen sind.
Die Erzeuger sehen derzeit keine Faktoren, die kurzfristig eine deutliche Trendwende bewirken könnten.
Quelle: FruitVeb.hu
Veröffentlichungsdatum: 03.03.2026

