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Äpfel EU-Ernte weniger als 10 Mio. Tonnen: Branchenherausforderungen im Fokus von Interpoma

13. August 2026

Die Daten der Prognosfruit: Klimawandel und Pflanzenkrankheiten führen zu Ertragseinbußen. Interpoma, die vom 25. bis 27. November in der Messe Bozen stattfindet, setzt den Fokus auf „Spraying Technologies“, um Herausforderungen im Hinblick auf Erträge, Nachhaltigkeit und Wettbewerbsfähigkeit zu meistern.  


Foto © Messe Bozen

Mit weniger als 10 Mio. Tonnen Früchten verzeichnet 2026 eine der ertragsärmsten Apfelernten der letzten Jahre der Europäischen Union . So lautet die Prognose der WAPA (World Apple and Pear Association), die am 6. August auf der Prognosfruit-Konferenz, zu deren Partnern auch Interpoma gehört, vorgestellt wurde.   

Die internationale Apfelmesse, die vom 25. bis zum 27. November in der Messe Bozen stattfindet, fällt damit mitten in eine Saison, die sowohl stark von extremen Wettereignissen – wie Spätfrösten, Hitzewellen, Dürre und Hagel – als auch von neuen Bedrohungen für die Pflanzengesundheit geprägt ist.

Dieses Szenarium gefährdet die Produktverfügbarkeit der Hersteller in den kommenden Jahren. Somit erweist sich eines der Hauptthemen der diesjährigen Interpoma – die neuesten Entwicklungen in der Sprühtechnik - von aktuellster Bedeutung.  

Die Ernte im EU-Raum: Prognosen 

Die auf der Prognosfruit veröffentlichten Schätzungen prognostizieren, für das Jahr 2026, eine EU-weite Produktion von 9,5 Millionen Tonnen. 

Dies ist der niedrigst verzeichnete Wert der letzten neun Jahre: dieser entspricht einemRückgang von 16 % gegenüber der Vorjahressaison sowohl von 14 % gegenüber dem Durchschnitt der letzten drei Jahre. 

Polen, das besonders stark von Frösten betroffen war, wird mit einem Ertrag von 2,7 Mio. Tonnen (-30 %) eine der drastischsten Einbußen verzeichnen. In Frankreich sinken die Erträge um 24 %, hauptsächlich verursacht durch das Auftreten von Blattläusen und Krankheitserregern, auf etwa 1,2 Millionen Tonnen. 

Ebenfalls rückläufig sind Deutschland mit 1 Mio. Tonnen (-11 %), Belgien (-25 %) und die Niederlande (-17 %). Italien bleibt stabiler und verzeichnet mit 2,3 Mio. Tonnen Einbußen in Höhe von -2 % der Gesamtproduktion. 

Wachstumszahlen kommen hingegen aus Spanien mit +8 % und aus Griechenland, das mit knapp 300.000 Tonnen ein Plus von 53 % verbucht. 

Sortenmäßig sind die drastischsten Einbußen 2026 bei Golden Delicious und Gala mit -11 % bzw. -9 % zu verzeichnen. Red Delicious (-5 %) und Granny Smith (-4 %) liegen ebenfalls im Minusbereich. 

Fuji bleibt weiterhin (+1 %), während neue Sorten um 9 % zulegen und fast 700.000 Tonnen erreichen. 
Hinsichtlich der Qualität sprechen die Prognosen der WAPA von leicht kleineren Fruchtgrößen im Vergleich zum Vorjahr sowie einer vorgezogenen Ernte in etlichen Ländern.  

Unter dem kommerziellen Gesichtspunkt sieht die Lage 2026/2027 für die Erzeuger relativ ruhig aus. Die größte Herausforderung wird in den kommenden Jahren darin bestehen, die Menge und Qualität der Ernten mithilfe neuer Technologien und innovativer Instrumente zu stabilisieren. 

Sprühtechniken im Fokus  

Die Innovation wird daher auch ein Kernthema von Interpoma 2026 sein. Im Mittelpunkt steht die Digitalisierung im Bereich der Sprühtechnik.Ein entscheidender Faktor , um den Schutz der Apfelplantage zu einem strategischen Effizienz- und Wettbewerbsfaktor zu machen. 

„New Approaches in Spraying Technology. Efficiency meets sustainability“ (Neue Ansätze in der Sprühtechnik. 

Effizienz trifft auf Nachhaltigkeit) lautet das Thema des ersten Kongresstages der Interpoma (Donnerstag, 26. November). 

Experten aus Wissenschaft und Technik sprechen über Lösungen für präzisere Maßnahmen, optimierte Anwendungen von Pflanzenschutzmitteln, reduzierte Fehlplatzverluste und Angleichung der Apfelplantage an effizientere und nachhaltigere Produktionsmodelle.  

Doch das Thema ist nicht nur auf den Kongress begrenzt. Als roter Faden der diesjährigen Messe werden die Sprühtechniken nämlich auch beim Interpoma Award und im Ausstellungsbereich des FieraMesse H1 Eventspace, welcher die „Apfelplantage der Zukunft“ ausstellen wird, im Mittelpunkt stehen. 

Einen ebenso spannenden Ausblick auf die Branchenentwicklungen bietet der zweite Tag des internationalen Kongresses (Freitag, 27. November). 

Das Thema „Regional chances and Global challenges: Latin America in Focus“ (Regionale Chancen und globale Herausforderungen: Lateinamerika im Fokus) wird sich aus einer internationalen und strategischen Perspektive mit den wachstumsstarken Anbauregionen Lateinamerikas wie Brasilien, Chile und Mexiko befassen. 


ipoma magazine. (Foto © Messe Bozen)

Ausführliche Informationen im ipoma magazine 

Die ersten Inhalte der Ausgabe 2026 des ipoma magazine, welche vom Experten und Berater Gerhard Dichgans koordiniert werden, sind bereits online auf der Internetseite von Interpoma verfügbar. 

Weitere Beiträge werden in den kommenden Tagen veröffentlicht. Die vierte Ausgabe des ipoma magazines erscheint ausschließlich digital und setzt damit die bereits 2024 eingeschlagene Richtung der Digitalisierung fort. 

ipoma bietet fortlaufend vertiefende Einblicke in die Trends, die Zukunft und die wichtigsten Akteure der internationalen Apfelbranche.

Die 14. Ausgabe von Interpoma findet vom 25. bis 27. November 2026 in der Messe Bozen statt.

Veröffentlichungsdatum: 13.08.2026

Schlagwörter

Äpfel EU-Ernte, Branchenherausforderungen, Fokus, Interpoma