Nachhaltigkeitslabels stärken Exporte von Agrarprodukten aus dem Globalen Süden
Nachhaltigkeitslabels wie Fairtrade und Rainforest Alliance helfen Agrar-Exportländern in Afrika, Asien und Lateinamerika dabei, einen besseren Zugang zu internationalen Märkten zu erlangen. Dies geht aus einer neuen Studie der KU Leuven (Katholieke Universiteit, KU, Leuven) hervor, die auf Handelsdaten aus mehr als 80 Ländern basiert.
Den Forschern zufolge führen Zertifizierungssysteme nicht nur zu einem Anstieg der Exporte, sondern in einigen Fällen auch zu höheren Exportpreisen, wie das Flämische Infozentrum für Landwirtschaft und Gartenbau (VILT) berichtet.
Für viele Erzeuger von Bananen, Kaffee, Kakao und anderen tropischen Agrarprodukten haben sich Nachhaltigkeitslabels zu einem wichtigen Tor zu den internationalen Märkten entwickelt. In einer Welt, in der Käufer zunehmend Garantien in Bezug auf Umweltverträglichkeit, Arbeitsbedingungen und Produktqualität fordern, spielen Zertifizierungssysteme eine immer wichtigere Rolle.
Mehr Zertifizierung steigert die Exporte
Die in der Fachzeitschrift „Nature Communications“ veröffentlichte Studie der KU Leuven zeigt, dass Länder mit einem höheren Anteil an zertifizierter landwirtschaftlicher Produktion im Allgemeinen auch mehr dieser Produkte exportieren.
„Wenn der Anteil der zertifizierten Landwirtschaft in einem Land steigt, wächst auch der Export dieser Produkte, und das stellt einen wirtschaftlichen Mehrwert für diese Länder dar“, sagt Professorin Miet Maertens, die in dem Fachbereich für Erd- und Umweltwissenschaften der KU Leuven tätig ist.
Ihrer Ansicht nach fungiert die Zertifizierung als eine Art gemeinsame Sprache im internationalen Handel.
„Sie hilft Ländern und Erzeugern dabei, bei ausländischen Käufern Vertrauen in ihre Produkte und Produktionsprozesse aufzubauen. Das ist unerlässlich in einer Welt, in der der Nachweis von Nachhaltigkeit eine immer größere Bedeutung gewinnt.“
Quelle: Vilt.be
Veröffentlichungsdatum: 08.06.2026

