Murcia stellt Gelbader-Chlorose bei 73 Zitronenbäumen fest
Der Pflanzenschutzdienst der Region Murcia, in Spanien, hat bei insgesamt 787 untersuchten Zitronenbaumproben bereits 73 positive Fälle des Citrus Yellow Vein Chlorosis Virus (CYVCV, Zitrus-Gelbader-Chlorose-Virus) registriert (9,27 %), wie die Fachzeitschrift „Phytoma“ berichtet.
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Eine dieser positiven Proben wurde bereits an das Biosicherheitslabor des Instituts für Agrar- und Umweltforschung und -entwicklung von Murcia (IMIDA) übergeben.
Dort sollen erste Tests durchgeführt werden, um „das Verhalten dieses Virus eingehend zu verstehen, seine Auswirkungen abschätzen zu können und die Zukunft des Zitrusanbaus zu sichern“, erklärte der Landwirtschaftsdezernent Joaquín Buendía bei einem Treffen mit Vertretern des regionalen Zitrussektors.
Das Institut untersucht unter anderem bereits, wie sich das Virus unterirdisch über die Wurzeln ausbreitet, welche Insekten als Überträger fungieren und welche Zitrussorten über eine natürliche genetische Resistenz verfügen.
Gleichzeitig betonte der Dezernent die Bedeutung präventiver Maßnahmen, da es kein Heilmittel gegen das Virus gibt. In diesem Zusammenhang erinnerte er Erzeuger und Baumschulen daran, wie wichtig es ist, Schnittwerkzeuge bei dem Wechsel zwischen Bäumen gründlich zu desinfizieren und Unkraut auf den Flächen zu bekämpfen, da dieses als Reservoir für das Virus dienen kann.
Nationale Strategie
Die Regionalregierung hat eine nationale Strategie zur Bekämpfung dieser Krankheit gefordert, die junge Zitronenbaumplantagen entlang der gesamten Mittelmeerküste, von Almería bis Tarragona, betrifft.
„Die Reaktion muss gemeinsam erfolgen, die Zentralregierung darf die Regionen in dieser Situation nicht allein lassen“, erklärte Buendía bei dem besagten Treffen, bei dem auch die Ergebnisse der Untersuchungen des Pflanzenschutzdienstes vorgestellt wurden.
In der Region gibt es zwei Zitrusbaumschulen, die jährlich rund 400.000 zertifizierte Setzlinge mit einem wirtschaftlichen Wert von fast 3 Millionen EUR produzieren.
Quelle: FyH.es
Veröffentlichungsdatum: 27.07.2026

