Meyer: „SuedLink wird Stromkosten deutlich senken und zum Kernstück für ein klimafreundliches Deutschland“
Rund eineinhalb Jahre hat eine Tunnelbohrmaschine gebraucht, um sich unter der Elbe von Schleswig-Holstein nach Niedersachsen durchzufressen – und 5,2 Kilometer später hat sie jetzt ihren Zielschacht in Wischhafen erreicht.
Damit ist ein wichtiger Meilenstein für den SuedLink erreicht, eine der wichtigsten Stromtrassen Deutschlands: Der Tunnelvortrieb für die Elbquerung zwischen Wewelsfleth in Schleswig-Holstein und Wischhafen in Niedersachsen ist abgeschlossen.
Gemeinsam mit Daniel Günther (Ministerpräsident Schleswig-Holstein) und Ina Kamps (COO des für den Suedlink verantwortlichen Netzbetreiber Tennet) hat Niedersachsens Energieminister Christian Meyer am (heutigen) Montag den symbolischen Tunneldurchschlag vollzogen.
„Endlich ist ein weiterer und wichtiger Schritt für eine klimafreundliche und günstige Versorgung aus heimischen Erneuerbaren Energien geschafft“, so Meyer.
„Rund 320 Kilometer der SuedLink-Trasse führen durch Niedersachsen. Das ist fast die Hälfte der Gesamtstrecke. Damit übernimmt unser Bundesland eine wichtige Rolle bei der Umsetzung eines der zentralen Netzausbauvorhaben Deutschlands.
Ein Projekt dieser Größenordnung kann nur gemeinsam mit den Kommunen und den Menschen entlang der Trasse gelingen. Ihnen gilt mein besonderer Dank für die konstruktive Begleitung. Niedersachsen wird den weiteren Bau von SuedLink mit Nachdruck unterstützen.“
Der SuedLink ist eines der größten Infrastrukturvorhaben der Energiewende und verbindet zukünftig die windreichen Regionen Norddeutschlands mit Bayern und Baden-Württemberg.
Über die 700 Kilometer lange Gleichstromleitung soll ab 2028 vor allem Strom aus Windparks im Norden zu den Industriestandorten gelangen.
„SuedLink spielt eine entscheidende Rolle, um die Stromkosten in Deutschland deutlich zu verringern“, so Energieminister Meyer.
„Teure fossile Reservekraftwerke, die mit Kohle oder Gas betrieben werden, werden durch günstigen und überschüssigen Windstrom aus dem Norden ersetzt.
Damit sparen wir Milliarden und entlasten die Strompreise für alle dauerhaft. Damit wird der Suedlink auch zu einem Kernstück für ein klimaneutrales Deutschland.“
Auch die sogenannten Redispatch-Kosten – also Kosten, die entstehen, wenn Windenergieanlagen wegen fehlender Netzkapazitäten abgeregelt werden müssen – können durch den SuedLink deutlich reduziert werden. Gleichzeitig stärkt die Leitung die Versorgungssicherheit und macht das Energiesystem insgesamt robuster.
Die vollständige Erdverkabelung des SuedLinks geht auf eine langjährige Forderung Niedersachsens zurück.
Gemeinsam mit den zwischen dem Netzbetreiber Tennet und der Landwirtschaft vereinbarten Entschädigungsregelungen hat sie wesentlich dazu beigetragen, die Akzeptanz des Projekts in den betroffenen Regionen zu erhöhen.
„Die vollständige Erdverkabelung war der richtige Weg. Sie schafft Akzeptanz vor Ort, schützt die berechtigten Interessen der Grundstückseigentümerinnen und -eigentümer und trägt dazu bei, große Infrastrukturvorhaben schneller umzusetzen“, so Meyer.
„Niedersachsen hat beim Ausbau der Erneuerbaren Energien den Turbo gezündet. Jetzt muss der Netzausbau Schritt halten.
Als Energieland Nummer eins übernehmen wir Verantwortung für die Energieversorgung Deutschlands.
Der Ausbau der Stromnetze ist deshalb genauso wichtig wie der Ausbau der Wind- und Solarenergie.
Nur wenn beides gemeinsam vorankommt, gelingt die Energiewende dauerhaft und bezahlbar.
Ein Ausbremsen des Netzausbaus durch Bundesenergieministerin Reiche wäre daher fatal“, so der Energieminister.
Quelle: Niedersächsisches Ministerium für Umwelt, Energie und Klimaschutz
Niedersächsisches Ministerium für Umwelt, Energie und Klimaschutz
Veröffentlichungsdatum: 19.08.2026

