Wittenberg Gemüse / Elite Frische Service GmbH

METRO schafft mehr Transparenz beim CO₂-Fußabdruck von Produkten

17. Juni 2026

METRO stellt erstmals Product Carbon Footprints für sein Sortiment bereit. Kunden können CO₂-Emissionen auf Produktebene vergleichen und Einkaufs- sowie Reportingentscheidungen darauf ausrichten.


Foto © METRO

Ab sofort schafft METRO mehr Transparenz im Sortiment: Für alle Produkte werden modellierte Product Carbon Footprints (PCF) berechnet und zunächst Großkunden auf Anfrage zur Verfügung gestellt. Damit werden erstmals CO2-Emissions­werte je Produkt sichtbar – von der Rohstoff­gewinnung bis zum Kunden.

Neu ist, dass diese Daten nicht mehr nur in der Gesamt­betrachtung vorliegen, sondern erstmals einzelnen Produkten zugeordnet werden können und so direkte Vergleiche ermöglichen. 

Ivonne Bollow, Senior Vice President Corporate Communications, Public Policy & Responsibility bringt es auf den Punkt: „Bisher konnten wir nur sagen, wie hoch die CO2-Emissionen im Durchschnitt sind, aber nicht, welches einzelne Produkt wie abschneidet. Genau das ändert sich jetzt: Wir machen Emissionen auf Produktebene sichtbar und schaffen damit erstmals echte Vergleichbarkeit”.

Mehr Transparenz in der Lieferkette: Warum Product Carbon Footprints entscheidend sind

Ein Großteil der Emissionen im Lebensmittel­handel entsteht entlang der Lieferkette (Scope 3), vor allem bei eingekauften Waren und Dienstleistungen. Genau hier setzen die Product Carbon Footprints an. 

Für HoReCa-Kunden entsteht dadurch eine belastbare Entscheidungs­grundlage im Einkauf. Die PCF-Daten machen emissions­relevante Unterschiede zwischen Produkten sichtbar und ermöglichen es, Nachhaltigkeits­kriterien systematisch in den Einkauf zu integrieren. 

Gleichzeitig unterstützen die Daten bei regulatorischen Anforderungen und schaffen Transparenz gegenüber Gästen. 

Auch für METRO selbst wird Nachhaltigkeit damit stärker Teil des Kerngeschäfts. 

Emissionsdaten können verstärkt in Einkaufs- und Lieferanten­entscheidungen einfließen und bilden die Grundlage für gezielte Reduktions­maßnahmen entlang der Wertschöpfungs­kette, um somit einen Beitrag zur Erreichung der Klimaziele zu leisten.

Konkrete Anwendung im Alltag

Das Angebot richtet sich zunächst an Großkunden von METRO Deutschland, insbesondere aus System­gastronomie und Hotellerie. Gerade hier gibt es bereits konkrete Anforderungen und regulatorische Vorgaben im Bereich Nachhaltigkeit und entsprechend hoch ist der Bedarf an belastbaren, produktscharfen Emissionsdaten. 

Die Kunden können Emissionen einzelner Produkte vergleichen und sich den CO2-Fußabdruck ganzer Warenkörbe berechnen lassen (dabei sind Abweichungen zu tatsächlichen Emissionen möglich). Sortimente lassen sich so künftig nicht nur nach Preis und Qualität steuern, sondern auch gezielt nach Emissionswerten. 

Für HoReCa-Kunden entsteht so ein echter Mehrwert. Sie können ihre Nachhaltigkeits­leistungen gegenüber Gästen und Geschäftspartnern konkret belegen. Transparenz wird damit zum Wettbewerbsfaktor und Nachhaltigkeit zum nachvoll­ziehbaren Alleinstellungs­merkmal.

Methodik & Fakten

Die Berechnung basiert auf externen Datenbanken wie Agribalyse sowie Studien von Poore & Nemecek, kombiniert mit internen Verkaufsdaten, etwa zu Herkunft und Mengen. 

Die Emissionen werden einheitlich in Kilogramm CO2-Äquivalent pro Kilogramm Produkt angegeben. 

Der Ansatz basiert derzeit auf Sekundärdaten, wodurch Abweichungen von den tatsächlichen Emissionen möglich sind. Eine Ergänzung durch Primärdaten aus der Lieferkette ist geplant.

Emissionsdaten werden zum Standard

Die Einführung von Product Carbon Footprints bei METRO ist Teil der Entwicklung im B2B-Handel (Business-to-Business). 

Emissionsdaten entwickeln sich zu einer zentralen Steuerungsgröße neben Preis, Qualität und Verfügbarkeit. 

Gleichzeitig gewinnt Transparenz auf Produktebene im Lebensmittel­großhandel an Bedeutung: Product Carbon Footprints machen Emissionen entlang der Lieferkette sichtbar und schaffen eine vergleichbare Entscheidungs­grundlage.

„Für METRO stellt das Angebot einen weiteren Baustein zur Weiter­entwicklung als datenbasierter Partner für HoReCa-Kunden im Multichannel-Geschäft dar. Die Methodik ist auf weitere Länder übertragbar und perspektivisch skalierbar.“

 

Quelle: METRO

 

Veröffentlichungsdatum: 17.06.2026

Schlagwörter

Metro, Transparenz, Fußabdruck, Produkten