Marokko vervierfacht Orangenexporte nach Deutschland
Marokko baut seine Präsenz auf dem deutschen Obstmarkt massiv aus, wobei die Orangenexporte in der Saison 2025/26 auf ein beispielloses Niveau gestiegen sind, so berichtet EastFruit.
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Zwischen November 2025 und April 2026 importierte Deutschland 8.800 Tonnen marokkanische Orangen im Wert von mehr als 11,4 Millionen EUR. Dies entspricht dem 2,5-Fachen der Gesamtlieferungen der vorangegangenen Saison und mehr als dem Vierfachen der Menge, die in dem gleichen Zeitraum des Vorjahres verzeichnet wurde.
Deutschland ist einer der größten Orangenmärkte Europas und ein wichtiger Logistikknotenpunkt für den Weiterexport von Zitrusfrüchten in die gesamte EU. Spanien dominiert weiter den Markt und deckt bis zu drei Viertel des deutschen Bedarfs, während Südafrika die Lücke in der Nebensaison schließt.
Italien, Griechenland und Ägypten sind ebenfalls wichtige Akteure, doch der Anteil Marokkos war bis vor Kurzem noch vernachlässigbar.
Der starke Anstieg der marokkanischen Exporte hat das Wettbewerbsgefüge verändert. Bereits zur Saisonmitte übertrafen die Liefermengen aus Marokko jene aus Ägypten, obwohl Ägypten seine Exporte gesteigert hatte.
Dank dieser Entwicklung ist Marokko auf dem besten Weg, erstmals zu den fünf wichtigsten Orangenlieferanten Deutschlands zu zählen.
Das Endergebnis wird sich erst am Ende der Saison zeigen, doch der Trend ist eindeutig: Marokko ist im deutschen Zitrushandel kein Randakteur mehr.
Quelle: EastFruit.com
Veröffentlichungsdatum: 01.07.2026

