„Mango- und Avocado-Explosion“- Seminar: Wachstumspotenziale im Süden Italiens
Der letzte Tag der Macfrut 2026, der internationalen Fachmesse für die Obst- und Gemüseversorgungskette, bot ein volles Programm mit Fokus-Sessions, Treffen und Workshops. Im Mittelpunkt standen die Wachstumspotenziale für Mango und Avocado im Süden Italiens.

Foto © Macfrut
Der Süden Italiens entwickelt sich zunehmend zu einem strategischen Anbaugebiet für Mango und Avocado. Dies war die zentrale Botschaft des Seminars „Mango- und Avocado-Explosion“, einer dreitägigen Veranstaltung, die diesen Früchten gewidmet war und in den letzten Jahren einen rasanten Anstieg sowohl beim Konsum als auch bei Investitionen verzeichnet.
Pietro Mauro, Direktor von Fruitimprese, analysierte den Markt für Mango und Avocado. Was Mango betrifft, rangiert Italien als siebtgrößter Importeur Europas, mit einem Volumenwachstum von 412 % zwischen 2011 und 2025 (+80 % in den letzten fünf Jahren) und einem Wertzuwachs von 556 % (+67 % im Zeitraum 2020–2025).
Bei Avocados ist Italien der fünftgrößte Importeur Europas, mit einem Volumenanstieg von +367 % in den letzten 15 Jahren (+142 % zwischen 2020 und 2025) sowie einem beeindruckenden Wertzuwachs von +700 % im selben Zeitraum (+144 % zwischen 2020 und 2025).
Ein Teil der importierten Produkte wird anschließend re-exportiert: 8 % des Mango-Volumens und 14 % des Werts, ebenso 6 % der Avocado-Mengen und 6 % in Wert.
Auch die Konsumtrends bestätigen das starke Wachstum beider Produkte: Zwischen 2024 und 2025 stiegen die Mangokäufe um 67 % im Volumen und 60 % im Wert, wobei die Preise leicht um -4 % sanken. Bei Avocados war der Anstieg +39 % im Volumen und +40 % im Wert, bei stabilen Preisen (+1 %).
Paolo Inglese vom Department für Agrar-, Lebensmittel- und Forstwissenschaften der Universität Palermo erklärte die laufende Expansion tropischer Kulturen im Süden Italiens, insbesondere auf Sizilien, mit besonderem Fokus auf Mango und Avocado.
Laut dem Professor könnte der Klimawandel einige Produktionsherausforderungen mit sich bringen. Wird dieser jedoch koordiniert angegangen, können diese italienischen Tropenfrüchte auf hohe Qualität, kurze Lieferketten und stabile Preise setzen, unterstützt von einer wachsenden Nachfrage.
Dies stellt eine bedeutende Chance für die Branche dar, die eine vollständig strukturierte Lieferkette entwickeln kann – angefangen bei einem nationalen Baumschul-System, das die lokale Produktion stärken soll.
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Foto © Macfrut
Gleichzeitig betonte Inglese die Notwendigkeit, das Image und die Bekanntheit italienischer Produkte weiter zu verbessern.
Fabio Ferrari, Nationaler Leiter der Obst- und Importabteilung bei Coop, und Nicola Buoso, Senior Exotic Fruit Buyer bei Conad, hoben die zunehmende Bedeutung von Mango und Avocado in ihren jeweiligen Handelsketten hervor.
Buoso stellte fest, dass der Avocado-Umsatz mittlerweile den der Ananas innerhalb der Exoten übertroffen hat, während auch beim Mango ein starkes Wachstum verzeichnet wird.
Ferrari bestätigte, dass Avocados auch bei Coop an Bedeutung gewonnen haben, mit einem Volumenanstieg von 60 % in den letzten vier Jahren.
Mango ist ebenfalls im Aufschwung, wenn auch mit geringeren Zahlen.
Beide Manager bekräftigten das Vertrauen ihrer Unternehmen in diese Produkte und sehen auch in Zukunft Potenzial in der italienischen Produktion.
Veröffentlichungsdatum: 24.04.2026

