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Konflikt mit Iran treibt Produktionskosten in Spanien drastisch in die Höhe

19. März 2026

Die unsichere Marktlage infolge des Iran-Konflikts bereitet den andalusischen Obst- und Gemüsebauern ernsthafte Sorgen, da die explodierenden Betriebsmittelkosten die Landwirte zusätzlich belasten, berichtet der ungarische Fachverband Obst und Gemüse (FruitVeB).

Landwirte melden, dass die Preise für Kraftstoff und Düngemittel innerhalb nur einer Woche um bis zu 40 % gestiegen sind, während Produzenten berichten, dass einige Unternehmen die geopolitischen Spannungen ausnutzen, um spekulative Preiserhöhungen durchzusetzen. 

Im Gartenbau stellt sich stets die erste Frage: Wer wird die steigenden Kosten tragen? Die Situation ist bekannt: Im Jahr 2022 löste der russisch-ukrainische Krieg einen schweren Kostenschock aus, und nun, vier Jahre später, verursacht der eskalierende Konflikt im Nahen Osten – infolge amerikanischer und israelischer Luftangriffe – eine ähnliche Krise. 

Derzeit sind die Landwirte gezwungen, die zusätzliche Belastung selbst zu tragen. 

Produzentenorganisationen haben letzte Woche Demonstrationen auf der Straße abgehalten, um gegen den plötzlichen Anstieg der Diesel- und Düngemittelpreise zu protestieren. Die Erzeugerverbände fordern staatliche Eingriffe, um Spekulationen einzudämmen und die Lebensmittelkette zu stabilisieren. 

Sie argumentieren, dass die Preiserhöhungen nicht die tatsächliche Marktsituation widerspiegeln. Importe aus dem Nahen Osten machen nur 5 % des spanischen Verbrauchs aus und rechtfertigen daher nicht die aktuellen drastischen Preisanstiege. 

Der Krieg ist nur der jüngste in einer Reihe von Problemen, die die Rentabilität der Produktion in den letzten Jahren kontinuierlich beeinträchtigt haben. 

Die Ausbreitung von Schädlingen, der Wettbewerb aus Drittländern und extreme Wetterereignisse haben die Wirtschaftlichkeit ebenfalls belastet. 

Laut Juan Luis Ávila, Sekretär des Landwirtschaftsverbands Asaja Almería, ist es nicht tragbar, dass sich jede internationale Krise sofort auf die Preise landwirtschaftlicher Betriebsmittel auswirkt, während die Erzeuger bereits mit extrem begrenztem Spielraum arbeiten. 

Nach Berechnungen von Asaja sind die Landwirte in der aktuellen Startdüngungsphase gezwungen, mit Mehrkosten von 41 Millionen Euro pro Woche zu rechnen, die der Sektor insgesamt nicht tragen kann. 
Besonders betroffen sind Frühgemüse und Obstkulturen wie Wassermelonen in Almería oder Beerenfrüchte in Huelva, die bereits 2022 unter den Auswirkungen des Ukraine-Krieges litten. 

Die gestiegenen Produktionskosten werden voraussichtlich in den kommenden Wochen in den Verbraucherpreisen sichtbar werden. 

Die spanische Sparkassenstiftung Funcas warnt bereits, dass steigende Lebensmittelpreise die Inflation bis zum Sommer auf über 3 % treiben könnten, auch wenn die Auswirkungen wahrscheinlich zeitlich begrenzter sein werden als während des Ukraine-Kriegs.


Quelle: FruitVeb.hu

 

Veröffentlichungsdatum: 19.03.2026

Schlagwörter

Konflikt, Iran, Produktionskosten, Spanien