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Kirschenernte 2026 um 7,8 % über Zehnjahresdurchschnitt

22. September 2026

Die deutschen Obstbaubetriebe haben im Sommer 2026 eine gute Kirschenernte erzielt. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) nach endgültigen Schätzungen zum Stichtag 20. August 2026 mitteilt, wurden insgesamt rund 48 500 Tonnen Süß- und Sauerkirschen geerntet. 

Die Kirschenernte 2026 lag damit 7,8 % über dem Durchschnitt der vergangenen zehn Jahre (2016-2025) und übertraf das ebenfalls ertragreiche Vorjahr um 3,0 %. 


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Von der Gesamterntemenge entfielen dabei 80,2 % (38 900 Tonnen) auf Süßkirschen und 19,8 % (9 600 Tonnen) auf Sauerkirschen.

Süßkirschenernte 16,2 % über Zehnjahresdurchschnitt

Das gute Ernteergebnis ist auf die Süßkirschenernte von 38 900 Tonnen zurückzuführen. Im Vergleich zum Durchschnitt der vergangenen zehn Jahre von 33 500 Tonnen war die diesjährige Erntemenge um 16,2 % oder 5 400 Tonnen höher. 

Bezogen auf die Anbaufläche von 5 600 Hektar ergibt sich ein Durchschnittsertrag von 6,9 Tonnen Süßkirschen je Hektar.


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Die Süßkirschenernte fiel jedoch regional unterschiedlich aus. Baden-Württemberg, das mit 2 600 Hektar Anbaufläche bedeutendste Bundesland für den Süßkirschenanbau, lag mit einer Ernte von 19 100 Tonnen um 16,7 % über dem Durchschnitt der vergangenen zehn Jahre. 

In Rheinland-Pfalz, dem mit 660 Hektar Anbaufläche zweitgrößten Süßkirschen-Anbauland, lag die Ernte dagegen mit 2 000 Tonnen um 37,2 % unterhalb des Zehnjahresdurchschnitts. 

Eine besonders ertragreiche Ernte wiederum verzeichnete Niedersachsen. Auf 500 Hektar wurden im drittgrößten Anbauland 6 700 Tonnen Süßkirschen geerntet – ein Plus von 66,0 % gegenüber dem Zehnjahresdurchschnitt.


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Sauerkirschenernte um 16,8 % unter zehnjährigem Durchschnitt

Während Süßkirschen in Deutschland auf rund 5 600 Hektar angebaut werden, hat der heimische Sauerkirschenanbau mit etwa 1 500 Hektar Anbaufläche eine deutlich geringere Bedeutung. 

In den vergangenen zehn Jahren hat sich die Anbaufläche von Sauerkirschen von 2 000 auf 1 500 Hektar und damit um ein Viertel verringert (‑25,8 %). 

Die endgültige Schätzung der Sauerkirschenernte für das Jahr 2026 liegt mit 9 600 Tonnen um 16,8 % unter dem Durchschnitt der vergangenen zehn Jahre. 

Bezogen auf den Ertrag liegt die Sauerkirschenernte bei 6,4 Tonnen je Hektar und damit nur leicht unter dem Niveau des Zehnjahresdurchschnitts (−1,1 %).


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Das Bundesland mit der größten Anbaufläche für Sauerkirschen ist Rheinland-Pfalz mit 460 Hektar, gefolgt von Sachsen (300 Hektar) und Baden-Württemberg (240 Hektar). 

Auch im Sauerkirschenanbau zeigen sich bei der diesjährigen Ernte regionale Unterschiede. Die größte Erntemenge wurde in Baden-Württemberg mit 2 800 Tonnen (+38,1 % zum zehnjährigen Durchschnitt) erzielt, gefolgt von Rheinland-Pfalz mit 2 100 Tonnen (‑46,1 %), und Thüringen mit 1 500 Tonnen (‑7,1 %).

 

Quelle: Destatis

Veröffentlichungsdatum: 22.09.2026

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Destatis, Kirschenernte 2026